Deutscher Gewerkschaftsbund

19.12.2019
Tarifticker

Höhere Mindestlöhne auf dem Bau

Für rund 200.000 Bauarbeiter gibt es im nächsten Jahr mehr Geld. Arbeitgeber und IG BAU haben sich in der Nacht zum Donnerstag, 19. Dezember 2019, auf höhere Mindestlöhne in der Bau-Branche geeinigt. Demnach seigt die Lohnuntergrenze für Hilfsarbeiten auf dem Bau (Mindestlohn 1) bundesweit ab dem 1. April 2020 um 35 Cent auf 12,55 Euro pro Stunde. Der sogenannte Mindestlohn 2 steigt um 20 Cent.

Münze mit Prägung des Schriftzugs Mindestlohn

DGB/Bartolomiej Pietrzyk/123RF.com

Die IG BAU und die Arbeitgber für Bauindustrie und Bauhandwerk haben bis tief in die Nacht zum Dienstag, 19. Dezember 2019, in einem knapp 14-stündigen Schlichtungstreffen verhandelt und sich auf einen höheren Mindestlohn geeinigt. Demnach wird die Lohnuntergrenze für Hilfsarbeiten auf dem Bau (Mindestlohn 1) bundesweit ab dem 1. April 2020 um 35 Cent auf 12,55 Euro pro Stunde angehoben. Ein zweiter Mindestlohn für Facharbeiten bleibt in den alten Bundesländern und in Berlin erhalten und steigt ebenfalls – und zwar um 20 Cent: Dieser sogenannte Mindestlohn 2 liegt damit ab April im Westen bei 15,40 Euro pro Stunde. Und in Berlin bei 15,25 Euro. Die neuen, gestiegenen Mindestlöhne sollen eine Laufzeit bis Ende 2020 haben.

Der Schlichterspruch vom Präsidenten des Bundessozialgerichts, Prof. Dr. Rainer Schlegel, muss nun allerdings noch von den Tarifparteien abschließend angenommen werden. Es war die erste Schlichtung Schlegels im Bauhauptgewerbe. Zuvor waren drei Verhandlungsrunden zu den Branchenmindestlöhnen ergebnislos geblieben. Die Erklärungsfrist läuft bis zum 17. Januar. Der Kompromiss sieht eine Laufzeit bis Ende 2020 vor.

Zur Meldung der IG BAU


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