Deutscher Gewerkschaftsbund

23.07.2020
Tarifticker

Tarifrunde öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) 2020: ver.di und Fridays for Future gemeinsam

ver.di und die Klimabewegung Fridays for Future haben eine Allianz für bessere Arbeitsbedingungen im öffentlichen Nahverkehr und für den Klimaschutz gebildet. Eine Verkehrswende kann nur mit attraktiven Arbeitsplätzen und mehr Personal funktionieren. Deshalb bekommt ver.di in der aktuellen Tarifbewegung für den ÖPNV Unterstützung von den Klimaschützern.

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ver.di

Bisher sind die Arbeitsbedingungen im ÖPNV bundesweit sehr unterschiedlich. Es gibt weder einen einheitlichen Tarifvertrag noch ein einheitliches Tarifniveau. Um parallel zu verhandeln, hat ver.di die 16 Landestarifverträge zum 30. Juni gekündigt, außerdem will ver.di bundesweite Mantelbedingungen in einem Rahmentarifvertrag festlegen. ver.di hat dafür nun die Vereinigung kommunaler Arbeitgeber zu Verhandlungen für die Beschäftigten in den kommunalen ÖPNV-Unternehmen aufgefordert.

Eine Tarifrunde im Nahverkehr gehe nicht mehr ohne Umweltschutz, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle in einer gemeinsamen Pressekonferenz am 22. Juli 2020. Für Klimaschutz und eine echte Verkehrswende werde ein starker ÖPNV benötigt, dazu gehörten auch gute Arbeitsbedingungen. Schon jetzt befördern 87.000 Beschäftigte in 130 kommunalen ÖPNV-Unternehmen täglich 13 Millionen Menschen. Bis 2030 werden im ÖPNV etwa 100.000 neue Beschäftigte benötigt, weil bis dahin jeder zweite in Rente geht.

Weitere 15.000 zusätzliche Einstellungen werden gebraucht, um zu dem Stand im Jahr 2000 vor dem Beschäftigungsabbau zurückzukehren. Eine Verdoppelung des ÖPNV-Angebots für den Klimaschutz bräuchte noch mehr Menschen, allein rund 70.000 Beschäftigte im ÖPNV, hinzu kommen Kosten für Material und Ausbau von Schienen und Betriebsanlagen, größeren Fahrzeugen und Taktverdichtungen.

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