Deutscher Gewerkschaftsbund

28.09.2020
30 Jahre Wiedervereinigung

Für gleichwertige Lebensverhältnisse in Ost und West

Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann fordert zum 30. Jahrestag der Einheit gleiche Lebens- und Arbeitsverhältnisse in Ost und West.

Portrait des DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann

DGB/Detlef Eden

„30 Jahre Wiedervereinigung – das ist zuallererst einmal eine riesige Leistung, eine Erfolgsgeschichte. Die friedliche Revolution hat Deutschland geeint – und sie hat den Weg frei gemacht für ein vereintes Europa.

Aber wir sehen leider auch bis heute die Defizite der deutschen Einheit. Denn gleichwertige Lebensverhältnisse, wie das Grundgesetz sie vorsieht, existieren längst nicht überall. Das ist auf dem Arbeitsmarkt besonders offensichtlich: Bei den Einkommen, die in den neuen Bundesländern nach wie vor deutlich niedriger sind. Bei der Arbeitszeit, die im Osten oft länger ist. Das ist nicht vermittelbar; das sorgt zurecht für Verdruss in der Bevölkerung.

Die Lösungen liegen auf der Hand. Mehr Tarifbindung sorgt für höhere Löhne. Dank der Gewerkschaften konnten in den neuen Bundesländern die Tariflöhne fast angeglichen werden. Es ist aber dringend notwendig, dass mehr Menschen unter den Schutz von Tarifverträgen fallen. Nur so können wir Gute Arbeit für alle Menschen in Deutschland sicherstellen.

Dreißig Jahre nach dem Mauerfall unterscheiden sich die Lebensrealitäten der Menschen in Ost und West noch immer in ganz grundlegenden Punkten. Es ist Zeit, dies zu ändern. Die DGB-Gewerkschaften kämpfen dafür.“

DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann


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