Deutscher Gewerkschaftsbund

17.12.2010
Mindestlohnaktion

Niedriglöhne: Es weihnachtet sehr – aber nicht für jeden

Weihnachtsmarkt an der Oper in Berlin - DGB verteilt Lohntüte

Auf dem Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt verteilte der Deutsche Gewerkschaftsbund Lohntüte, bestückt mit einem kleinen Schokoladenweihnachtsmann und einer Weihnachtskarte. Die Aktion stand unter dem Motto „Mit Mindestlohn mehr in der Tüte“ Andreas Schölzel

Schneetreiben, warme Stuben, Kerzen, Glühwein und Geschenke. Weihnachten naht und die nötigen Einkäufe und Besorgungen stehen an. Statt freudestrahlender Gesichter sieht man in Deutschland während der besinnlichen Tage jedoch zunehmend Sorgenfalten. Mittlerweile arbeitet jede/r fünfte Vollzeitbeschäftigte hierzulande für einen Niedriglohn. Geschenke für die Kinder, ein aufwendiges Essen für die Familie – all das ist trotz Arbeit oft nicht mehr drin.

Auf dem Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt verteilte der Deutsche Gewerkschaftsbund Lohntüte, bestückt mit einem kleinen Schokoladenweihnachtsmann und einer Weihnachtskarte. Die Aktion stand unter dem Motto „Mit Mindestlohn mehr in der Tüte“ und sollten die Menschen darauf aufmerksam gemacht werden, dass für viele Beschäftigte Weihnachten kein Grund zur Freude ist, weil das Gehalt hinten und vorne nicht reicht. Deutschland braucht deshalb endlich einen Mindestlohn.

DGB Lohntüte von Weihnachtsmann

Andreas Schölzel

Lohntüte

"Kein Lohn unter 8,50 Euro pro Stunde", fordert der DGB und erinnert am Weihnachtsmarkt, dass viele nicht einmal auf diesen Stundenlohn kommen. Andreas Schölzel


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