Deutscher Gewerkschaftsbund

21.09.2020
Tarifticker

Tarifverhandlungen Öffentlicher Dienst: Warnstreiks ab Dienstag

Arbeitgeber verweigern Angebot

Gestern, 20. September 2020, fand die zweite Verhandlungsrunde für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen statt. Die Arbeitgeber haben auch diesmal kein Angebot vorgelegt. ver.di hat jetzt Warnstreiks angekündigt. Die Gewerkschaft fordert 4,8 Prozent mehr Geld mindestens aber 150 Euro pro Monat. Die Verhandlungen gehen am 22. Oktober weiter.

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„Die öffentlichen Arbeitgeber haben sich zwei Runden lang eingemauert. Von Respekt und Anerkennung gegenüber den Beschäftigten war nichts zu spüren. Damit sind Warnstreiks unvermeidlich“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke am Sonntag nach zweitägigen Verhandlungen in Potsdam.

In zentralen Punkten lägen die Verhandlungsparteien noch weit auseinander. „Besonders skandalös ist, dass die Ost-West-Angleichung bei der Arbeitszeit erst 2025 verwirklicht werden soll sowie die angestrebte Laufzeit der Tarifvereinbarung bis in das Jahr 2023“, sagte Werneke. „Die Arbeitgeber verschärfen den Konflikt. Die Antwort wird jetzt aus den Betrieben kommen“, sagte Werneke. Erste Warnstreiks mit regionalem Bezug beginnen am Dienstag, 22. September 2020.

ver.di fordert für die Beschäftigten 4, 8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Erwartet wird die Ost-West-Angleichung der Arbeitszeit. Darüber hinaus soll in den Tarifverhandlungen das Thema der Entlastung der Beschäftigten behandelt werden. Die besonderen Themen des Gesundheitswesens und der Pflege werden an einem eigenen Tisch im Rahmen der Tarifrunde besprochen.

Der dritte Verhandlungstermin ist für den 22. und 23. Oktober 2020 angesetzt.

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