Deutscher Gewerkschaftsbund

15.01.2019
Tarifticker

Papierverarbeitung: Vierte Tarifrunde ohne Ergebnis

Im Tarifkonflikt zwischen ver.di und den Arbeitgebern in der Papierverarbeitung ist die vierte Verhandlungsrunde für die rund 100.000 Beschäftigten der Branche ergebnislos vertagt worden. Größter Streitpunkt ist das weitere Festhalten der Arbeitgeber an den Öffnungsklauseln. Damit könnten die Arbeitgeber die tarifvertraglich vereinbarten Entgeltsteigerungen um sechs Monate nach hinten verschieben.

Wie schon in der vergangenen Verhandlungsrunde lag auch diesmal das wesentliche Interesse der Vertreter des Hauptverbandes Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) darin, weitreichende Öffnungsklauseln durchzusetzen. Diese sollen die Möglichkeit bieten, mit Betriebsräten zu vereinbaren, den Zeitpunkt jeder Stufe der tarifvertraglich vereinbarten Entgeltsteigerungen um sechs Monate nach hinten zu verschieben. Gleichzeitig blieben die Arbeitgeber auch bei ihrem Entgeltangebot weit hinter den ver.di-Erwartungen zurück.

Die Tarifverhandlungen sollen am 19. Februar fortgesetzt werden.

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