Deutscher Gewerkschaftsbund

11.07.2019
Tarifticker

Tarifrunde Holz- und Kunststoffindustrie: Forderungen beschlossen

5,5 Prozent mehr Geld und ein Extraplus für Azubis. Mit dieser Forderung geht die IG Metall in die anstehende Tarifrunde in der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie. Hinzu kommen noch regionale Besonderheiten. Die Verhandlungen starten Ende September in Baden-Württemberg. Dort sind bereits ab 1. Oktober Warnstreiks möglich, ebenso in Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Zusätzlich zu den 5,5 Prozent mehr Geld gibt es bei den Tarifforderungen regionale Besonderheiten. In den Tarifgebieten Bayern und Niedersachsen/Bremen fordert die Gewerkschaft neben der Tariferhöhung einen Mindestbetrag von 150 Euro. In Sachsen-Anhalt etwa will die Tarifkommission die Angleichung der Arbeitszeit an den Westen erreichen. Derzeit arbeiten die Beschäftigten dort noch 39 Stunden in der Woche. Im Westen gelten tarifliche 35 Stunden.

Ausgenommen von der Tarifrunde 2019 sind die Tarifgebiete Berlin/Brandenburg und Hamburg, Dort laufen die Kündigungsfristen der Tarifverträge noch bis nächstes Jahr.

Die Hauptbranchen der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie sind die Möbelindustrie mit 85 000 Beschäftigten, die Holzindustrie mit 63 000 Beschäftigten und der Baubedarf aus Kunststoff mit 35 000 Beschäftigten. Zudem gehören noch weitere Branchen wie die Caravan-Industrie, die Spielzeugindustrie oder der Containerbau teilweise zur Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie.

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