Deutscher Gewerkschaftsbund

29.08.2019
Tarifticker

Mehr Geld für Maler- und Lackierer-Auszubildende

In der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die Auszubildenden im Maler- und Lackiererhandwerk hat die IG BAU einen Tarifabschluss erzielt. Die Ausbildungsvergütungen steigen im 1. Ausbildungsjahr um 9,7 Prozent, im 2. Ausbildungsjahr um 9,5 Prozent und im 3. Ausbildungsjahr um 7,2 Prozent. Zusätzlich erhalten alle Auszubildenden einen Urlaubstag mehr.

junge Malerin streicht mit dem Pinsel in einer Wohnung um ein Fenster herum

DGB/Kurhan/123rf.com

Anfangs drehten sich die Diskussionen in der Verhandlungsrunde überwiegend um die Attraktivität des Berufsbildes des Maler und Lackierers, zu dem es deutlich unterschiedliche Auffassungen und Wahrnehmungen zwischen Gerkschaft und Arbeitgeber gab. Der Auffassung der Arbeitgeberseite, dass es eine hohe Zufriedenheit bei den Auszubildenden gäbe, widersprach die IG BAU-Verhandlungskommission entschieden. Am Ende hat die IG BAU der Arbeitgeberseite deutlich gemacht, dass die Attraktivität der Branche und des Berufsbildes dringend erhöht werden muss.

IG BAU und Arbeitgeber einigten sich im Anschluss auf eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen in zwei Stufen:

Ab 1. September 2019

  • 1. Ausbildungsjahr: 650 Euro,
  • 2. Ausbildungsjahr: 715 Euro,
  • 3. Ausbildungsjahr: 880 Euro.

Ab 1. August 2020

  • 1. Ausbildungsjahr: 680 Euro,
  • 2. Ausbildungsjahr: 750 Euro,
  • 3. Ausbildungsjahr: 915 Euro.

Das entspricht einer Erhöhung im 1. Ausbildungsjahr um 9,7 Prozent, im 2. Ausbildungsjahr um 9,5 Prozent und im 3. Ausbildungsjahr um 7,2 Prozent, bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Zusätzlich erhalten alle Auszubildenden einen Urlaubstag mehr.

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