Deutscher Gewerkschaftsbund

15.08.2019
Tarifticker

Postbank: Nach 12 Stunden Verhandlung kein Angebot

ver.di hatte vor der Verhandlungsrunde am 13. und 14. August 2019 ein verhandlungsfähiges Angebot für die 12.000 Beschäftigten mit Postbank-Tarifverträgen gefordert. Doch ein Gehaltsangebot der DB Privat- und Firmenkundenbank AG blieb in Runde 2 erneut aus. Für die nächsten Verhandlungen im September kündigt deshalb ver.di verstärkten Druck an.

Die Arbeitgeberseite zog sich auf Hinweise zu Niedrigzinsphase und Kostendruck zurück. Dennoch: Die Warnstreiks in der ersten Augustwoche zeigten Wirkung. Anders als in der ersten Tarifverhandlung tauschten sich die Arbeitgeber mit der ver.di-Verhandlungskommission aus, zeigte jedoch nur zu einigen ver.di-Forderungen Gesprächsbereitschaft. Bezogen auf das Gesamtforderungspaket bezeichnete ver.di den Verlauf der Gespräche als "nicht zufriedenstellend".

Im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden in Deutschland beliefen sich die Erträge im 2. Quartal 2019 auf 1,7 Milliarden Euro, ein Anstieg um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gestiegene Geschäftsvolumen und selektive Preisanpassungen glichen niedrigere Zinsmargen im Einlagengeschäft mehr als aus. Dieser Erfolg wurde von den Beschäftigten unter schwierigsten Bedingungen erzielt, wie selbst die Arbeitgeberseite zugab.

Die dritte Verhandlungsrunde findet am 9./10. September statt. ver.di kündigte an, die Warnstreiks zu intensivieren und auszuweiten.

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