Deutscher Gewerkschaftsbund

20.09.2019
Tarifticker

Chemie-Tarifrunde 2019: Forderungen beschlossen

Am 19. September hat die IG BCE ihre Forderungen für die anstehenden Tarifverhandlungen 2019 beschlossen. Für die 580.000 Beschäftigten in der chemisch-pharmazeutischen Industrie fordert die Gewerkschaft verbesserte Arbeitsbedingungen, Sicherheit im Alter sowie bessere Qualifizierungsmöglichkeiten. Zudem sollen die Entgelte und Ausbildungsvergütungen spürbar angehoben werden.

Versuchskolben vor Regal mit weiteren Kolben

DGB/Simone M. Neumann

Frische Antworten auf neue Herausforderungen

„Wir wollen in dieser Tarifrunde frische Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Branche formulieren“, sagte Verhandlungsführer Ralf Sikorski, gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender der IG BCE, zu den aufgestellten Forderungen. „Es wird Zeit, dass die Arbeitgeber hier mitziehen.“

Die Tarirfforderungen im Einzelnen

Die IG BCE die Einrichtung eines tariflich abgesicherten, persönlichen Zukunftskontos in Höhe von jährlich 1000 Euro, über das alle Beschäftigten, einschließlich der Auszubildenden, individuell verfügen können. Damit sollen moderne Arbeitsbedingungen gestaltet werden, insbesondere zur Umwandlung in lebensphasenorientierte Zeitentlastung. Der Betrag ist soll tarifdynamisch gestaltet werden.

Außerdem soll die Entgelte und Ausbildungsvergütungen spürbar erhöht werden. Zusätzlich fordert sie die Einführung einer bundesweit ersten tariflichen Pflegezusatzversicherung. Sie soll durch die Arbeitgeber finanziert werden und schließt bei Eintritt des Pflegefalls die Finanzierungslücke zur gesetzlichen Vorsorge und die Entwicklung einer Qualifizierungsoffensive zur Begleitung des digitalen Wandels.

Die nächsten Schritte

Die ersten Gespräche zwischen IG BCE und Arbeitgebern in den regionalen Tarifbezirken starten am 30. September. Am 21. Oktober wechseln beide Seiten zu zentralen Verhandlungen auf die Bundesebene.

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