Deutscher Gewerkschaftsbund

27.11.2019
Tarifticker

Streiks beim Klinikbetreiber Asklepios werden ausgeweitet

Beim kommerziellen Klinikbetreiber Asklepios sind am heutigen Mittwoch, 27. November, erstmals Beschäftigte der Schildautalkliniken im niedersächsischen Seesen und der Asklepios-Klinik im bayerischen Lindenlohe zeitgleich in den Streik getreten. Die Belegschaften beider Kliniken fordern die Anwendung des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD).

Ältere Dame im Rollstuhl mit weiblicher Pflegekraft

DGB/Alexander Raths/123RF.com

Die Beschäftigten der Schildautalkliniken in der Nähe von Göttingen haben in den vergangenen Wochen immer wieder die Arbeit niedergelegt. Mitte November sind ihre Kolleginnen und Kollegen im bayerischen Lindenlohe in den Streik getreten: Am 13. November wurden dort mehrere Bereiche für 24 Stunden bestreikt; am 18. November und am heutigen 27. November sind sämtliche Bereiche im Streik. Beide Belegschaften fordern die Anwendung des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) – so, wie es in den Hamburger Asklepios-Kliniken, wo der Konzern auch ansässig ist.

Auch in Hamburg sind Streiks nicht ausgeschlossen: An der Medizinische Akademie Hamburg GmbH (MAH) verweigert Asklepios den Lehrkräften eine angemessene Bezahlung. An der MAH werden Physio- und Ergotherapeut/innen sowie Logopäd/innen ausgebildet. Während die Auszubildenden seit Anfang des Jahres nach Tarif bezahlt werden, wird dieser den Lehrkräften vorenthalten.

Zur Meldung


Nach oben

Themenverwandte Beiträge

Artikel
ver.di setzt erstmals Tarifverträge und deutsches Arbeitsrecht bei Ryanair durch
ver.di und Ryanair haben nach langwierigen Verhandlungen erstmals Tarifverträge zu Entgelt, Arbeitsbedingungen und Sozialplanregelungen unterzeichnet. Der Tarifvertrag gilt für die rund 1.100 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter bei Ryanair in Deutschland sowie die bei Ryanair angestellten Beschäftigten und auch die Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer. weiterlesen …
Artikel
ver.di erzielt Tarifergebnis bei der Sana Kliniken
Für die bundesweit rund 10.000 vom Sana-Konzerntarifvertrag erfassten Beschäftigten hat ver.di deutliche Gehaltssteigerungen erzielt. Ab dem 1. Juli 2019 steigen unter anderem die Einkommen um 4 Prozent, mindestens jedoch um 100 Euro. Außerdem wird die Arbeitszeit in Ost an West angeglichen und es kommt eine verbesserte Regelung zur Überstundenvergütung für Teilzeitbeschäftigte. weiterlesen …
Artikel
Manteltarifvertrag in der Druckindustrie wieder in Kraft
Die Tarifvertragsparteien der Druckindustrie haben sich für die 134.000 Beschäftigten darauf geeinigt, den Manteltarifvertrag rückwirkend ab 1. Oktober 2018 unverändert für zwei Jahre wieder in Kraft treten zu lassen. Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen sollen ab 1. Mai 2019 um 2,4 Prozent, ab 1. Juni 2020 um weitere 2 Prozent und zum 1. Mai 2021 noch einmal um ein Prozent erhöht werden. weiterlesen …

Zuletzt besuchte Seiten