Deutscher Gewerkschaftsbund

13.05.2019

Strukturwandel in der Energiewirtschaft - gemeinsam voneinander lernen!

Die tschechischen Gewerkschaften diskutieren den Umbau der Energiewirtschaft. Auch wenn dort bisher keine mit Deutschland vergleichbare Energiewende stattfindet, verfolgt die tschechische Regierung das Ziel den Anteil der Kohleverstromung von 60% auf 15% bis 2040 zu reduzieren. Welche Auswirkungen damit für eine Region wie das nordböhmische Braunkohlerevier verbunden sind, waren Thema eines Gewerkschaftstreffens.

Die DGB-Delegation aus der Bundesvorstandsverwaltung und dem Bezirk Sachsen zu Besuch in Chomutov.

Die DGB-Delegation aus der Bundesvorstandsverwaltung und dem Bezirk Sachsen zu Besuch in Chomutov. DGB

Die gewerkschaftlichen Standpunkte zur Gestaltung des Strukturwandels und der Energiewende standen im Mittelpunkt der Diskussion. Dabei hatten die tschechischen Kolleginnen und Kollegen ein besonderes Interesse an den Ergebnissen der deutschen Strukturwandelkommission und der Mitarbeit der Gewerkschaften in diesem Gremium. Im Verlauf des Gesprächs zeigte sich, dass diese Ergebnisse hilfreich aber nicht einfach auf die Situation in Nordböhmen übertragbar sind. Vielmehr müssen die regionalen Bedingungen berücksichtigt werden. So berichteten die tschechischen Gewerkschaften von den besonderen Herausforderungen durch die starke Abhängigkeit von den konventionellen Energieträgern und den eingeschränkten Möglichkeiten für Erneuerbaren Energien. Es braucht spezifische Herangehensweisen, die auf die Entwicklungspotentiale einer Region zugeschnitten sind. Um dabei von den gegenseitigen Erfahrungen zu profitieren, soll der gewerkschaftliche Austausch fortgesetzt werden.


Nach oben

Themenverwandte Beiträge

Datei
DGB-Stellungnahme zur Klima-Langfriststrategie der EU
Wie kann die EU ihre Klima-Emissionen bis 2050 reduzieren? Die EU möchte ihre Strategie hierzu neu auflegen. Der DGB meldet sich in der EU-Konsultation zur langfristigen Reduktion von Treibhausgasen mit einer Stellungnahme zu Wort. Darin formuliert der DGB seine Anforderungen an einen gerechten Strukturwandel sowie eine europäische Energie- und Verkehrswende. weiterlesen …
Artikel
Energiesammelgesetz: Wichtiger Schritt ohne langfristigen Plan
Die Bundesregierung hat am 5. November das Energiesammelgesetz beschlossen. Darunter fallen Änderungen im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) und Energiewirtschaftsgesetz (ENWG). Dem DGB reicht das nicht aus. Er fordert Planungssicherheit und einen verlässlichen Rahmen für Investitionen in erneuerbare Energien und für Kraft-Wärme-Kopplung. weiterlesen …
Artikel
"Staat und Unternehmen müssen in Strukturwandel investieren"
DGB-Vorstand Stefan Körzell ist Mitglied der "Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung". In unserem DGB-Interview spricht er über die Kernforderungen der Gewerkschaften an die Gestaltung des Strukturwandels, sichere Stromversorgung und notwendige technische Innovationen. weiterlesen …

Zuletzt besuchte Seiten