Deutscher Gewerkschaftsbund

18.02.2020
Tarifticker

Studentische Hilfskräfte an Unis fordern Tarifvertrag

An den deutschen Hochschulen arbeiten etwa 400.000 studentische Hilfskräfte. Doch vom Tarifvertrag der Länder sind sie ausgeschlossen. Berlin ist bisher das einzige Bundesland mit einem eigenen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte. Dort haben sich 2018 die Hilfskräfte nach wochenlangem Streik durchgesetzt. Weitere Bundesländer sollen diesem Beispiel nun folgen.

Teilnehmer von hinten bei einem Seminar

DGB/racorn/123rf.com

An den deutschen Hochschulen arbeiten etwa 400.000 studentische Hilfskräfte. Sie geben Tutorien, unterstützen Forschungsprojekte, bereiten Seminare vor und halten so den Wissenschaftsbetrieb am Laufen. Doch vom Tarifvertrag der Länder sind sie ausgeschlossen.

Berlin ist bisher das einzige Bundesland mit einem eigenen Tarifvertag für studentische Beschäftigte. Mit einem wochenlangen Streik haben die Hilfskräfte dort 2018 einen neuen Tarifvertrag durchgesetzt. Andere Bundesländer sollen nun folgen.

In Bremen wird es jetzt konkret: Die Hilfskräfte haben im November eine Tarifkommission gewählt. Als nächster Schritt wird die Unileitung zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Auch in Hessen laufen Vorbereitungen für die nächste Tarifrunde 2021.

Nach dem Tarifabschluss in Berlin erhöhten viele Hochschulen die Löhne für Hilfskräfte, so stieg in Marburg der Stundenlohn auf 10,32 Euro ohne Abschluss und 11,87 Euro mit Abschluss.

Zum GEW-Bericht zu Tarifverträgen an Hochschulen


Nach oben

Newslet­ter
Anzeige eines Newsletteranzeige in Outlook
DGB
Bestellen Sie die Newsletter des Deutschen Gewerkschaftsbundes.
weiterlesen …

Zuletzt besuchte Seiten