Deutscher Gewerkschaftsbund

13.01.2019

Folgen der Finanzkrise: Wirtschaft und Gesellschaft schützen

Die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 war der Auftakt für die weltweite Finanzkrise. Um die Auswirkungen des globalen Konjunktureinbruchs abzufedern, haben Politik und Sozialpartner verschiedene Maßnahmen eingeleitet, um Wirtschaft und Gesellschaft zu schützen.

Einigkeit bestand darüber, dass staatliche Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur eingeführt werden sollten. Die sogenannte Abwrackprämie sollte die Automobilindustrie vor Exporteinbrüchen sichern – mit Erfolg, wie sich in den folgenden Jahren zeigte. Für die Gewerkschaften stand die Beschäftigungssicherung ganz oben auf der Agenda. Sie forderten unter anderem die Regierung auf, die Dauer der Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld auszuweiten.

Die Bezugsdauer wurde zunächst auf 18 Monate und schließlich im Mai 2009 auf 24 Monate ausgedehnt. Durch die Übernahme der Sozialabgaben durch die Bundesagentur für Arbeit bei länger anhaltender Kurzarbeit wurden die Unternehmen zusätzlich entlastet. Der Konsens der Tarifparteien in dieser Frage wurde im Herbst 2009 noch einmal manifest, als sich sowohl die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) als auch die IG Metall für eine Verlängerung dieser Sonderregelungen über 2009 hinaus einsetzten. Etwa eine Million Arbeitsplätze konnten so gesichert werden, schätzen ArbeitsmarktexpertInnen.


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