Deutscher Gewerkschaftsbund

13.11.2018
Hans-Böckler-Stiftung

Weihnachtsgeld: Tarifvertrag lohnt sich

"Schöner schenken mit Tarif"

Gewerkschaften und Tarifverträge zahlen sich aus – auch beim Weihnachtsgeld: Fast 80 Prozent der Beschäftigten in tarifgebundenen Betrieben erhalten diese Sonderzahlung vom Arbeitgeber. In Betrieben und Branchen ohne Tarifvertrag sind es nur knapp über 40 Prozent. Das zeigt eine Umfrage des WSI-Tarifarchivs.

An der Online-Umfrage des Internetportals www.lohnspiegel.de, das vom WSI-Tarifarchiv und der Hans-Böckler-Stiftung betreut wird, haben sich mehr als 90.000 Beschäftigte beteiligt.

 

Weihnachtsbaum mit Kugeln

Gewerkschaftsmitglieder profitieren von vielen Vorteilen, nicht nur bei Sonderzahlungen wie dem Weihnachtsgeld. Wer noch kein Mitglied ist, klickt einfach auf eine der Christbaumkugeln im Bild. colourbox

Aktuelle Auswertung des WSI-Tarifarchivs - 55 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland bekommen Weihnachtsgeld

Etwas mehr als die Hälfte der Beschäftigten bekommt Weihnachtsgeld

Im Schnitt gibt es für 55 Prozent aller Beschäftigten eine Jahressonderzahlung in Form eines Weihnachtsgeldes.

Die Analyse der Umfragedaten zeigt aber auch: Die Chancen auf Weihnachtsgeld sind ungleich verteilt. Neben der Tarifbindung gibt es weitere Faktoren, die dabei eine Rolle spielen.

  • In Westdeutschland gibt es für 56 Prozent der Beschäftigten Weihnachtsgeld, im Osten Deutschlands nur für 42 Prozent.
  • Männer erhalten die Sonderzahlung zum Jahresende mit 57 Prozent häufiger als Frauen (49 Prozent).
  • 56 Prozent aller Vollzeit-Beschäftigten bekommen Weihnachtsgeld, hingegen nur 12 Prozent der Beschäftigten mit Teilzeitstellen.

Auch bei den Branchen und der Höhe des Weihnachtsgelds gibt es große Unterschiede.

Ein vergleichsweise hohes Weihnachtsgeld erhalten unter anderem die Beschäftigten im Bankgewerbe, in der Süßwarenindustrie, in der Chemieindustrie, in der Druckindustrie, in der Papier und Pappe verarbeitenden Industrie so wie in der Textilindustrie (Westfalen), bei denen die Jahressonderzahlung zwischen 95 bis 100 Prozent eines Monatseinkommens liegt. Es folgen unter anderem die Bereiche Versicherungen (80 Prozent), Einzelhandel (West: vorwiegend 62,5 Prozent) sowie Metallindustrie (überwiegend 55 Prozent).

Im öffentlichen Dienst (Gemeinden, West) beträgt das Weihnachtsgeld je nach Vergütungsgruppe zwischen 52 und 80 Prozent in Westdeutschland und zwischen 39 und 60 Prozent in Ostdeutschland.

(Quelle: www.boeckler.de)

Grafik Weihnahchtsgeld

Hans-Böckler-Stiftung


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