Deutscher Gewerkschaftsbund

Weltwirtschaftskrise und NS–Regime

Historisches Bild: Zerschlagung der Gewerkchaften 1933

DGB

Auch die Gewerkschaften leiden unter der Weltwirtschaftskrise. Bis 1932 verlieren sie mehr als eine Million Mitglieder. Mit der Nazi–Herrschaft endet vorerst das Kapitel der freien Gewerkschaften in Deutschland. Am 2. Mai 1933 stürmen SA und SS die Gewerkschaftshäuser.

Die Gewerkschaften wurden von der Weltwirtschaftskrise 1929 schwer getroffen. Allein die dem ADGB angeschlossenen Verbände verloren 1931 und 1932 jeweils rund 600.000 Mitglieder. Schwerer wog jedoch der politische Niedergang der Weimarer Demokratie, dem die Gewerkschaftsbewegung auch wegen ihrer weltanschaulichen Spaltung wenig entgegenzusetzen hatte. Die Krise hatte eine Partei der deutschen Rechten gestärkt, die eindeutig gegen die Republik auftrat: die NSDAP unter Adolf Hitler.

Im Januar 1933 wurde Hitler, von Hindenburg begünstigt und von Alfred Hugenberg und seiner Deutschnationalen Volkspartei unterstützt, Reichskanzler. Zug um Zug wurde nun jede mögliche Opposition ausgeschaltet. Die Vorsitzenden der gewerkschaftlichen Dachverbände gründeten im April 1933 den „Führerkreis der vereinigten Gewerkschaften“, um durch Anpassung an das NS–Regime das organisatorische Überleben zu sichern.

Der Versuch gipfelte im Aufruf des „Führerkreises“ zum 1. Mai 1933, den Hitler zum Feiertag und zum „Tag der nationalen Arbeit“ erklärt hatte. Hitler nahm das Angebot zur freiwilligen Gleichschaltung aber nicht an. Er ließ die freien Gewerkschaften am 2. Mai von SA– und SS–Trupps zerschlagen. Die christlichen und liberalen Verbände wurden zur Selbstauflösung gezwungen.

1933 – Letzter Versuch der Gewerkschaften, die Organisation zu retten, indem die Mitglieder dazu aufgerufen werden, am 1. Mai 1933, dem „Feiertag der nationalen Arbeit“, teilzunehmen.


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