Die Dokumentation "Dear Future Children" hat den diesjährigen DGB-Filmpreis gewonnen. Der Film von Regisseur Franz Böhm portraitiert drei junge Frauen in Hongkong, Chile und Uganda, die sich für Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz engagieren und dafür hohe persönliche Risiken eingehen.
Marion Knappe, Referatsleiterin Medien- und Kulturpolitik beim DGB-Bundesvorstand (l.) übergibt den DGB-Filmpreis an Fabian Lieb, den Produzenten vom Gewinner Film "Dear Future Children". DGB
And the winner is... "Dear Future Children"
Der Filmpreis des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) geht 2021 an den Film Dear Future Children. Das Publikum des 31. Internationalen Filmfestes Emden-Norderney gab dem Dokumentarfilm die höchste Wertung im DGB-Wettbewerb für sozial engagierte Filme.
Dear Future Children portraitiert drei junge Frauen in Hongkong, Chile und Uganda, die sich für Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz engagieren und dafür hohe persönliche Risiken eingehen. Buch und Regie lagen in den Händen von Franz Böhm (Jahrgang 1999), finanziert wurde der Film zum großen Teil durch Spenden.
Marion Knappe, Referatsleiterin Medien- und Kulturpolitik beim DGB-Bundesvorstand, überreichte die Auszeichnung am Sonntag, 10. Oktober, im Rahmen der Preisverleihungsgala in der historischen Johannes a Lasco Bibliothek in Emden. „Das Emder Publikum hat eine sehr gute Wahl getroffen. Diese drei jungen Heldinnen begleiten zu dürfen, ist ein Erlebnis. Ihr Mut, ihre politische und soziale Weitsicht sind beeindruckend und können ein Vorbild sein. Die Bilder, teilweise in gewalttätigen Auseinandersetzungen entstanden, sind so atemberaubend wie künstlerisch“.
Der DGB-Bezirk Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt vergab den mit 7000 Euro dotierten Publikumspreis für gesellschaftlich engagierten Film zum 23. Mal, der DGB-Bundesvorstand gehört zu den Förderern.
DGB/Knappe
Der DGB-Filmpreis wird seit 1998 an Spiel- oder Dokumentarfilme vergeben, die sich in besonderer Weise gesellschaftlich engagieren. Sie beschäftigen sich zum Beispiel mit Themen wie Arbeit, Gleichberechtigung, Migration und Integration, Globalisierung oder Umweltschutz.
Nominiert waren außerdem:
DIE SAAT ist der erste Spielfilm von Mia Maariel Meyer aus Braunschweig. Er handelt von miserablen Arbeitsbedingungen im Baugewerbe, steigenden Mieten und dem Kampf für Gerechtigkeit und Integrität.
Regisseur Jakob Zapf erzählt in seinem Spielfilmdebüt EINE HANDVOLL WASSER von einer Freundschaft zwischen einem knorrigen Alten und einem aufgeweckten Flüchtlingsmädchen und fragt, warum sich unsere Gesellschaft mit Flucht und Vertreibung oft überfordert fühlt.
Regisseur Mano Khalil zeichnet im Spielfilm NACHBARN das Bild einer Kindheit unter der Assad-Diktatur. Der Film ist inspiriert von den persönlichen Erlebnissen des Syrisch-Kurden und spannt die Erzählung bis in die Gegenwart.
In seiner Dokumentation WHO‘S AFRAID OF ALICE MILLER? beschäftigt sich der Schweizer Regisseur Daniel Howald mit einem vererbten Trauma: Sein Protagonist entdeckt, was seine Mutter, die bekannte Psychoanalytikerin, während des Holocaust durchmachen musste und wie das in ihm nachwirkt.
Der mit € 7000 dotierte DGB-Filmpreis wurde ausgestattet vom DGB-Bezirk Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt und von seinen Mitgliedsgewerkschaften.
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Pressemitteilung des DGB-Bezirks Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt
Webseite des Internationalen Filmfestes Emden-Norderney