Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 022 - 18.03.2016
Equal Pay Day 2016

Equal Pay für Frauen und Männer

DGB, Deutscher Frauenrat und Sozialverband Deutschland fordern Equal Pay für Frauen und Männer

Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich 21 Prozent weniger als Männer. Die Entgeltlücke ist damit größer als in den meisten EU-Ländern.

Anlässlich des Equal Pay Day haben der Deutsche Frauenrat (DF), der Sozialverband Deutschland (SoVD) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zu einer gemeinsamen Kundgebung in Berlin aufgerufen unter dem Motto Frauen haben ein „RECHT auf mehr!“. Zu den Redner/innen zählt auch die parlamentarische Staatssekretärin Elke Ferner.

 

Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende:

„Die riesige Lohnlücke zwischen Frauen und Männern in Deutschland ist ein Skandal. Die Bundesregierung muss endlich das Lohngerechtigkeitsgesetz der Bundesfrauenministerin auf den Weg bringen, damit Frauen in den Betrieben wirksam vor Entgeltdiskriminierung geschützt werden können. Klar ist, wo Tarifverträge gelten und Mitbestimmung gelebt wird, fällt schon heute die Entgeltlücke kleiner aus - unsere Betriebs- und Personalräte setzen sich dafür ein. Auch wenn die Lohnlücke Dank des Mindestlohns nun geringer ist – wir brauchen weitere Maßnahmen für mehr Lohngerechtigkeit.“

 

Hannelore Buls, Vorsitzende Deutscher Frauenrat:

„Frauen müssen endlich raus aus der Teilzeitfalle! In kaum einem anderen europäischen Land arbeiten so viele Frauen in Teilzeit wie hierzulande. Und obwohl viele Frauen gerne mehr arbeiten würden, steigt die Teilzeitarbeit bei den Frauen weiter an – und das verstärkt mit niedrigsten Wochenarbeitsstunden, während Männer ungebrochen in Vollzeit erwerbstätig sind. Was zunächst eine funktionierende Maßnahme für die Vereinbarkeit sein kann, wird langfristig zur Teilzeitfalle, wenn keine Möglichkeiten bestehen, die Arbeitszeiten wieder zu erhöhen und wirtschaftlich unabhängig zu werden. Deshalb muss endlich der Koalitionsvertrag umgesetzt und der Rechtsanspruch auf Aufstockung der Teilzeit sowie auf befristete Teilzeit verabschiedet werden! Frauen haben es verdient!“

 

Edda Schliepack, SoVD-Präsidiumsmitglied:

„Die Lücke zwischen den Renteneinkommen von Männern und Frauen klafft weit auseinander. Im europäischen Vergleich bleibt Deutschland das Schlusslicht. Schuld daran ist insbesondere die Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern. Dies hat schon heute zur Folge, dass Altersarmut vor allem Frauen betrifft. Und künftig droht ein Anstieg der Armut im Alter für Frauen, die in Minijobs arbeiten. Damit sich das ändert, fordern wir mehr Entgeltgleichheit und sozial abgesicherte Jobs von Beginn an.“


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