Deutscher Gewerkschaftsbund

Februar 2021

Wegweiser "Jobcenter" vor blauem Himmel
DGB/Bartolomiej Pietrzyk/123rf.com
Arbeitsmarkt: Zahl des Monats

Seit über ei­nem Jahr oh­ne Ar­beit: Zahl der Lang­zeit­ar­beits­lo­sen steigt um 18,2 Pro­zent

Fast eine Million Menschen waren im Januar 2021 ein Jahr oder länger arbeitslos. Geringqualifizierte sind besonders betroffen. Mehr als die Hälfte der Langzeitarbeitslosen haben keinen oder keinen verwertbaren Berufsabschluss – gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 37,9 Prozent. Um gegenzusteuern brauchen wir eine Qualifizierungsoffensive und dringend mehr Weiterbildungsangebote. weiterlesen …

Januar 2021

Dezember 2020

November 2020

Archiv

Flei­sch­in­dus­trie: Ein kran­kes Sys­tem

In den letzten 20 Jahren hat in der Fleischindustrie in Deutschland ein massiver Konzentrationsprozess stattgefunden. 2018 kamen die zehn größten Schweineschlachtunternehmen zusammen auf einen Marktanteil von knapp 80 Prozent - und sie bauen ihn stetig weiter aus. In Megafabriken wie Tönnies in Rheda-Wiedenbrück werden jeden Tag Tausende Tiere geschlachtet. Arbeitsverhältnisse dauern oft nur kurz.

DGB/Tanat Loungtip/123rf.com
Ge­ring­ver­die­ner un­ter­stüt­zen: Kin­der­grund­si­che­rung statt Hartz IV

Alle Kinder und Jugendlichen raus aus Hartz IV: Das ist die Idee einer Kindergrundsicherung. Der DGB hat dazu einen konkreten Vorschlag gemacht. Davon könnten rund 710.000 Kinder und ihre Eltern profitieren.

DGB/famveldman/123rf.com
1,5 Mil­lio­nen re­gu­lä­re Jobs bei haus­halts­na­hen Dienst­leis­tun­gen mög­lich

Kinderbetreuung, Reinigungs- und Haushaltshilfen: Viele Jobs in Privathaushalten sind keine regulären Stellen oder gar "schwarz". Belgien hat vorgemacht, wie sich das ändern ließe. Durch ein Gutscheinverfahren sind dort in den haushaltsnahen Dienstleistungen 145.000 reguläre Stellen entstanden. In Deutschland wären so nach Berechnungen des DGB 1,5 Millionen reguläre Vollzeitstellen möglich.

Colourbox.de
Ar­muts­ri­si­ko bei Be­hin­de­rung: Je­de/r fünf­te ist ge­fähr­det

Menschen mit Beeinträchtigungen sind deutlich häufiger von Armut bedroht als andere. Zum europaweiten Protesttag der Menschen mit Behinderungen am 5. Mai fordert der DGB: Eine Behinderung darf nicht länger arm machen.

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100 Jah­re Schwer­be­hin­der­ten­recht in Deutsch­lan­d: ei­ne Chro­no­lo­gie

Am 6. April 1920 trat das Gesetz zur Beschäftigung Schwerbeschädigter in Kraft. Damals musste Millionen von Kriegsversehrten der Weg in den Beruf geebnet werden. Seitdem wurde viel erreicht. Bis zur gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen entsprechend der UN-Behindertenrechtskonvention ist es aber noch ein weiter Weg.

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Je­de drit­te Fach­kraft aus dem Aus­land ar­bei­tet zum Nied­rig­lohn

Am 1. März ist das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft getreten - verbunden mit der Hoffnung, die vielen offenen Stellen im Handwerk, in Krankenhäusern und im Gastgewerbe leichter mit Fachkräften aus dem Ausland besetzen zu können. Doch ein Gesetz allein reicht nicht. Gut ausgebildete Menschen werden nur zu uns kommen und bleiben, wenn sie fair behandelt werden.

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Mi­ni-­Job bringt Mi­ni-­Ren­te

Ein Jahr arbeiten - und dafür später 4,40 Euro brutto mehr Rente bekommen? Ein Mini-Job macht's möglich. Bei Tätigkeiten in privaten Haushalten sieht es noch düsterer aus. Hier beträgt der Zuwachs oft nur 1,18 Euro. Das muss sich dringend ändern.

DGB/mistac/123RF.com
Schwarz­ar­beit in Pri­vat­haus­hal­ten ist kei­ne Lö­sung!

Nach wie vor ist der Anteil von Schwarzarbeit besonders in Privathaushalten sehr hoch. Schätzungen gehen davon aus, dass sich der Anteil zwischen 80 und 90 Prozent bewegt.

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Ar­beits­lo­sig­keit schwer­be­hin­der­ter Men­schen über­durch­schnitt­lich hoch

Am 3. Dezember ist Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung. Schon im Jahr 2009 hat die Bundesregierung die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen unterzeichnet. Damit hat sie sich verpflichtet, dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt in der Gesellschaft leben können. Am Arbeitsmarkt sind sie jedoch immer noch deutlich benachteiligt.

Colourbox.de
Hartz IV: Weg mit den exis­tenz­be­dro­hen­den Sank­tio­nen

878.766 Mal haben Jobcenter im letzten Jahr eine Sanktion gegen Hartz IV-Bezieherinnen und Bezieher verhängt. Jetzt entscheidet das Bundesverfassungsgericht darüber, ob Kürzungen bis zur vollständigen Einstellung der Leistungen mit unserer Verfassung vereinbar sind.

Colourbox
Fach­kräf­te in der Leih­ar­beit ver­die­nen 600 Eu­ro we­ni­ger

Immer wieder neue Einsatzorte, Abläufe und Kollegen: Von Beschäftigten in der Leiharbeit wird ein hohes Maß an Flexibilität verlangt. Auszahlen tut sich das nicht:

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Je­de zwei­te Neu­ein­stel­lung ist be­fris­tet

Über 3 Millionen Menschen in Deutschland hatten 2018 einen befristeten Arbeitsvertrag. Das sind doppelt so viele wie 1996. Besonders betroffen sind Frauen und junge Menschen sowie Beschäftigte in Teilzeit oder ohne deutschen Pass. Ein Ende des Trends ist nicht in Sicht.

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Ge­flüch­te­te: Gut qua­li­fi­zier­t, schlecht be­zahlt

Warum arbeitet jemand, der hoch qualifiziert und gut ausgebildet ist, in einem Helfer-Job? Eine mögliche Antwort: Weil er oder sie aus einem Asylherherkunftsland stammt. Der durchschnittliche Verdienst von Geflüchteten mit Vollzeitstelle liegt bei gerade einmal 1.900 Euro, rund zwei Drittel von ihnen sind im Niedriglohnbereich tätig. Und das, obwohl in vielen Branchen Fachkräfte händeringend gesucht werden.

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Arbeitsmarkt: Zahl des Monats

Mädchen spielt auf der Straße "Himmel und Erde"

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Manchmal sagt eine Zahl mehr als viele Worte. Wir stellen jeden Monat eine Zahl aus der Arbeitsmarktpolitik vor - von Leiharbeit bis Hartz IV.

Weitere Themen

Co­ro­na-Kin­der­kran­ken­geld: Wer es be­komm­t, wie es be­an­tragt wird
Vater mit zwei kleinen Kindern, staubsaugen gemeinsam den Küchenboden
Colourbox.de
Eltern, die wegen Kita-Schließungen oder Schulschließungen aufgrund der Corona-Pandemie ihre Kinder betreuen müssen, können dafür jetzt Kinderkrankengeld beziehen. Pro Elternteil gibt es 20 Tage für jedes Kind im Jahr 2021, für Alleinerziehende 40. Wir erklären, wer das "Corona-Kinderkrankengeld" bekommt und wie es beantragt wird.
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Co­ro­na als Be­rufs­krank­heit? Bei der Ar­beit an CO­VI­D-19 er­krankt
Drei Bauarbeiter*innen / Handwerker*innen mit Schutzhelm und Mund-Nasen-Schutz; blicken mit verschränkten Armen nach links
DGB/123rf.com/visoot
Wer auf der Arbeit an Corona erkrankt, sollte dies als Berufserkrankung, bzw. als Arbeitsunfall bei der Unfallversicherung melden. Infos zu Anerkennung und Co.
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Min­dest­lohn 2021/2022: Was än­dert sich?
Münze mit Prägung des Schriftzugs Mindestlohn
DGB/Bartolomiej Pietrzyk/123RF.com
Wie hoch ist der Mindestlohn im Jahr 2021? Wie hoch ist der Mindestlohn 2022? Wann wird er erhöht? Und welche Ausnahmen gelten beim Mindestlohn in 2021 und 2022? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
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Grund­ren­te: Die­se Ver­bes­se­run­gen kom­men 2021
Ein älteres Paar mit Fahrrädern im Park
DGB/Wavebreak Media Ltd/123rf.com
Das Grundrentengesetz ist beschlossen und gilt seit 1. Januar 2021, Wie viel Grundrente gibt es? Wer bekommt die Grundrente? Und ab wann gibt es die Grundrente? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
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Was än­dert sich 2021?
Das neue Jahr 2021 startet
DGB/Canva.com/Thomas Watson jr
2021 gibt es viele Änderungen, die ArbeitnehmerInnen, Versicherte und LeistungsempfängerInnen betreffen und mehr Geld im Portemonnaie bedeuten: der gesetzliche Mindestlohn steigt, ebenso beispielsweise die Regelsätze bei ALG II und das Kindergeld. Der Soli fällt für viele weg. Ein Überblick über die zahlreichen Neuerungen von A bis Z und was Sie jetzt wissen und beachten sollten.
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Brück­en­ta­ge 2021: Nur ein ein­zi­ger bun­des­wei­ter Brück­en­tag
Sonnenbrille mit Buch
colourbox.der
Wenn gesetzliche Feiertage auf einen Dienstag oder einen Donnerstag fallen, können Beschäftigte sich mit nur einem Urlaubstag am Montag oder Freitag vier Tage Freizeit am Stück sichern: die so genannten Brückentage. Das Jahr 2021 ist in dieser Hinsicht nicht besonders "arbeitnehmerfreundlich": In diesem Jahr gibt es nur einen einzigen bundesweiten Brückentag. Einen weiteren Brückentag können Beschäftigte nur in einigen Bundesländern nehmen.
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Co­ro­na: Al­les, was Be­schäf­tig­te jetzt wis­sen müs­sen
Mikroskopaufnahme Corona-Viren
DGB/Kateryna Kon/123rf.com
Die Corona-Pandemie hält an. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stellen sich immer wieder neue Fragen. Wir haben die wichtigsten Antworten.
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