Deutscher Gewerkschaftsbund

Juni 2022

Grafik: 300.000 Pflegekräfte kehren in den Beruf zurück oder stocken auf, wenn sich die Bedingungen verbessern.
DGB via Canva.com
Arbeitsmarkt: Zahl des Monats

300.000 Pfle­ge­kräf­te wür­den durch Rück­kehr in den Be­ruf oder Auf­sto­ckung der Ar­beits­zeit zu­sätz­lich zur Ver­fü­gung ste­hen

Rund sechs Millionen Menschen werden 2030 pflegebedürftig sein. Der Fachkräftemangel in der Pflege verschärft sich. Das muss nicht sein: Wenn sich die Arbeitsbedingungen in der Pflege deutlich verbessern, würden 300.000 Pflegekräfte mehr in ihren Beruf zurückkehren oder ihre Arbeitszeit aufstocken. weiterlesen …

Mai 2022

Grafik: 4,6 Prozent schwerbehinderte Beschäftigte in Unternehmen
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Arbeitsmarkt: Zahl des Monats

4,6 Pro­zent be­trägt der An­teil schwer­be­hin­der­ter Be­schäf­tig­ter in den Un­ter­neh­men: deut­lich we­ni­ger, als ge­setz­lich vor­ge­schrie­ben!

Anlässlich des europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai fordert der DGB dazu auf, mehr Menschen mit Behinderungen auszubilden und zu beschäftigen. weiterlesen …

April 2022

2 Millionen Minijobber*innen sind überqualifiziert.
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Arbeitsmarkt: Zahl des Monats

Kurz­fris­tig Be­schäf­tig­te ar­bei­ten 70 Ta­ge oh­ne So­zi­al­ver­si­che­rungs­schutz

Die kurzfristige Beschäftigung ohne Sozialversicherungsschutz war einst als Sonderregelung für Ferienjobs gedacht. Inzwischen arbeiten jährlich hunderttausende Menschen, vor allem aus dem europäischen Ausland, in Deutschland bis zu 70 Tage im Jahr ohne soziale Absicherung. Für viele ist saisonale Beschäftigung, zum Beispiel in der Landwirtschaft, die einzige Einkommensquelle. Sie sind nur unzureichend vor Krankheitsrisiken geschützt und haben trotz harter Arbeit keine Rentenansprüche – auch in der jetzt beginnenden Erntesaison. weiterlesen …

März 2022

2 Millionen Minijobber*innen sind überqualifiziert.
DGB via Canva.com
Arbeitsmarkt: Zahl des Monats

Zwei Mil­lio­nen Mi­ni­job­ber*in­nen in Deutsch­land sind für ih­ren Ar­beits­platz über­qua­li­fi­ziert

Minijobs sind keine Brücke in den Arbeitsmarkt, sondern eine Sackgasse. Besonders deutlich wird dies, wenn die Qualifikationen der Beschäftigten mit den Anforderungen ihres Arbeitsplatzes verglichen werden. Insgesamt zwei Millionen geringfügig Beschäftigte sind überqualifiziert. Der DGB fordert deshalb: Minijobs nicht ausweiten, sondern gute, sozialversicherungspflichtige Arbeit ab dem ersten Euro. weiterlesen …

Februar 2022

Der Fachkräftemangel steigt.
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Arbeitsmarkt: Zahl des Monats

Der Fach­kräf­teman­gel spitzt sich zu: Ak­tu­ell feh­len be­reits 50.000 Fach­kräf­te mehr als zum Kri­sen­be­ginn im März 2020

Der Fachkräftemangel nimmt in allen Berufen wieder zu. So fehlten im September 2021 knapp 390.000 Fachkräfte. Das sind 50.000 mehr als zum Krisenbeginn im März 2020. Der DGB fordert deshalb eine nachhaltige Strategie für mehr Fachkräfte. weiterlesen …

Archiv

Die Prei­se stei­gen ak­tu­ell sie­ben Mal stär­ker als der Hartz-I­V-Re­gel­satz

Kein Eis, keine Malstifte, keine Blumen: Leistungsberechtigte können sich von dem ohnehin zu niedrig bemessen Regelsatz immer weniger kaufen. Die aktuelle Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze um nur drei Euro oder 0,76 Prozent liegt deutlich unterhalb der Preisentwicklung von zuletzt 5,2 Prozent (November 2021). Die Preise steigen also zurzeit sieben Mal stärker als der Regelsatz!

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Rund 40 Pro­zent al­ler Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se in Klein­be­trie­ben sind Mi­ni­jobs

Besonders in Kleinbetrieben verdrängen Minijobs immer mehr sozialversicherte Beschäftigungsverhältnisse. Mit einem Anteil von rund 40 Prozent gibt es dort laut Bundesagentur für Arbeit sehr viele geringfügig entlohnte Beschäftigte. „Minijobs“ haben einen Anteil von 17,8 Prozent an allen Beschäftigungsverhältnissen. Rund 7,4 Millionen Jobs sind also nicht sozial abgesichert – ein sozialpolitisch verheerender Befund.

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Kurz­ar­beit in der Pan­de­mie: Wei­ter­bil­dung nur in je­dem 10. Be­trieb

Nur jeder zehnte Betrieb hat Zeiten der Kurzarbeit genutzt, um seine Beschäftigten weiterzubilden - laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das ist eine vertane Chance, denn die akute Krise der Corona-Pandemie trifft in vielen Branchen auf die längerfristigen Herausforderungen des Strukturwandels und der digitalen Transformation.

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Im­mer mehr Al­lein­er­zie­hen­de sind er­werbs­tä­tig: 76 Pro­zent. Das ist Re­kord. Al­ler­dings sinkt ihr Ar­muts­ri­si­ko nicht.

Die Situation von Alleinerziehenden am Arbeitsmarkt hat sich langfristig gesehen deutlich verbessert. Immer mehr sind erwerbstätig: 2019 waren es laut Statistiken der Bundesagentur für Arbeit (BA) 76 Prozent der alleinerziehenden Eltern – das ist Rekord. Allerdings hatte dies nicht zur Folge, dass ihr Armutsrisiko gesunken ist. Dieses stagniert seit Jahren auf sehr hohem Niveau.

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Mehr als 1,3 Mil­lio­nen Men­schen ar­bei­ten im Ren­ten­al­ter

Erwerbstätige müssen immer länger arbeiten. Trotzdem nimmt die Zahl derer, die trotz Rente weiterhin erwerbstätig sind, zu. Der wachsende Niedriglohnsektor und ein sinkendes Rentenniveau sind zwei der Ursachen: Wer zu wenig Rente auf dem Konto hat, verdient sich etwas dazu. Der DGB fordert, dass Erwerbstätigkeit den Lebensstandard auch im Alter sichern muss.

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Zwei Drit­tel al­ler Ar­beits­lo­sen sind laut dem ak­tu­el­len Ar­muts­be­richt ar­m. 1995 leb­te nur je­der sieb­te Ar­beits­lo­se in Ar­mut.

Der Armutsbericht der Bundesregierung offenbart eine erschreckende Tendenz: Die soziale Lage von Arbeitslosen hat sich im langjährigen Vergleich deutlich verschlechtert. Ein immer größer werdender Anteil von Arbeitslosen ist mittlerweile "arm".

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Seit über ei­nem Jahr oh­ne Ar­beit: Zahl der Lang­zeit­ar­beits­lo­sen steigt um 18,2 Pro­zent

Fast eine Million Menschen waren im Januar 2021 ein Jahr oder länger arbeitslos. Geringqualifizierte sind besonders betroffen. Mehr als die Hälfte der Langzeitarbeitslosen haben keinen oder keinen verwertbaren Berufsabschluss – gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 37,9 Prozent. Um gegenzusteuern brauchen wir eine Qualifizierungsoffensive und dringend mehr Weiterbildungsangebote.

DGB/Bartolomiej Pietrzyk/123rf.com
Flei­sch­in­dus­trie: Ein kran­kes Sys­tem

In den letzten 20 Jahren hat in der Fleischindustrie in Deutschland ein massiver Konzentrationsprozess stattgefunden. 2018 kamen die zehn größten Schweineschlachtunternehmen zusammen auf einen Marktanteil von knapp 80 Prozent - und sie bauen ihn stetig weiter aus. In Megafabriken wie Tönnies in Rheda-Wiedenbrück werden jeden Tag Tausende Tiere geschlachtet. Arbeitsverhältnisse dauern oft nur kurz.

DGB/Tanat Loungtip/123rf.com
1,5 Mil­lio­nen re­gu­lä­re Jobs bei haus­halts­na­hen Dienst­leis­tun­gen mög­lich

Kinderbetreuung, Reinigungs- und Haushaltshilfen: Viele Jobs in Privathaushalten sind keine regulären Stellen oder gar "schwarz". Belgien hat vorgemacht, wie sich das ändern ließe. Durch ein Gutscheinverfahren sind dort in den haushaltsnahen Dienstleistungen 145.000 reguläre Stellen entstanden. In Deutschland wären so nach Berechnungen des DGB 1,5 Millionen reguläre Vollzeitstellen möglich.

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Ar­muts­ri­si­ko bei Be­hin­de­rung: Je­de/r fünf­te ist ge­fähr­det

Menschen mit Beeinträchtigungen sind deutlich häufiger von Armut bedroht als andere. Zum europaweiten Protesttag der Menschen mit Behinderungen am 5. Mai fordert der DGB: Eine Behinderung darf nicht länger arm machen.

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Je­de drit­te Fach­kraft aus dem Aus­land ar­bei­tet zum Nied­rig­lohn

Am 1. März ist das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft getreten - verbunden mit der Hoffnung, die vielen offenen Stellen im Handwerk, in Krankenhäusern und im Gastgewerbe leichter mit Fachkräften aus dem Ausland besetzen zu können. Doch ein Gesetz allein reicht nicht. Gut ausgebildete Menschen werden nur zu uns kommen und bleiben, wenn sie fair behandelt werden.

DGB/Hyejin Kang/123rf.com
Mi­ni-­Job bringt Mi­ni-­Ren­te

Ein Jahr arbeiten - und dafür später 4,40 Euro brutto mehr Rente bekommen? Ein Mini-Job macht's möglich. Bei Tätigkeiten in privaten Haushalten sieht es noch düsterer aus. Hier beträgt der Zuwachs oft nur 1,18 Euro. Das muss sich dringend ändern.

DGB/mistac/123RF.com
Je­de zwei­te Neu­ein­stel­lung ist be­fris­tet

Über 3 Millionen Menschen in Deutschland hatten 2018 einen befristeten Arbeitsvertrag. Das sind doppelt so viele wie 1996. Besonders betroffen sind Frauen und junge Menschen sowie Beschäftigte in Teilzeit oder ohne deutschen Pass. Ein Ende des Trends ist nicht in Sicht.

DGB/TAKASHI HONMA/123rf.com

Arbeitsmarkt: Zahl des Monats

Mädchen spielt auf der Straße "Himmel und Erde"

DGB/rawpixel/123rf.com

Manchmal sagt eine Zahl mehr als viele Worte. Wir stellen jeden Monat eine Zahl aus der Arbeitsmarktpolitik vor - von Leiharbeit bis Hartz IV.

Weitere Themen

"Wir brau­chen drin­gend einen Ener­gie­preis­de­ckel für Pri­vat­haus­hal­te"
Die DGB-Vorsitzende bei ihrer Rede auf dem Bundeskongress 2022
DGB/Jörg Farys
Anfang Juli fand das erste Treffen der "konzertierten Aktion" im Bundeskanzleramt statt. Es ging dabei um Entlastungen für die Bürger*innen. Unsere Vorsitzende Yasmin Fahimi sagt dazu: "Es ist doch furchtbar, dass Menschen wegen ihrer Strom- und Gasrechnung überlegen müssen, welches Gemüse sie sich noch leisten können. Wir brauchen dringend einen Energiepreisdeckel für Privathaushalte."
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Ex­tre­me Tem­pe­ra­tu­ren: Gibt es Hit­ze­frei am Ar­beits­platz?
Thermometer mit hoher Temparatur bei gleißender Sonne
DGB/Wang Tom/123Rf.com
Die Sonne brennt, der Schweiß läuft: Der Sommer ist da. Wer wäre bei diesen warmen Temperaturen nicht lieber am Badesee. Doch gibt es Hitzefrei im Job? Wie heiß oder kalt darf es eigentlich am Arbeitsplatz sein? Und sind kurze Hose und Flip Flops im Büro erlaubt? Die wichtigsten Fragen und Antworten rund ums Thema Wetter und Arbeit.
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Je­de*r Vier­te un­ter 35 Jah­ren oh­ne Ab­itur hat kei­nen Be­rufs­ab­schluss
Grafik: 25 Prozent sind ohne Berufsabschluss
DGB via Canva.com
Jede*r vierte*r junge Erwachsene unter 35 Jahren mit Hauptschulabschluss oder mittlerer Reife ist ohne Berufsabschluss. Insgesamt 16 Prozent der Abgänger*innen aus allen allgemeinbildenden Schulen erlangen keinen formalen Berufsabschluss in diesem Alter.
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Min­dest­lohn 2022: Was än­dert sich?
Münze mit Prägung des Schriftzugs Mindestlohn
DGB/Bartolomiej Pietrzyk/123RF.com
Zum 1. Juli 2022 ist der gesetzliche Mindestlohn auf 10,45 Euro gestiegen, zum 1. Oktober 2022 steigt er auf 12 Euro. Hier beantwortet der DGB die wichtigsten Fragen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer rund um die Erhöhung des Mindestlohns.
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Quiz zur Da­seins­vor­sor­ge
Bibliothek, Bus, Spielplatz, Schwimmbad: Nur die richtige Infrastruktur macht einen Wohnort lebenswert
DGB/Berliner Botschaft
Der Strom kommt aus der Steckdose, das Wasser aus dem Hahn. Busse und Bahnen bringen uns von A nach B, wenn wir krank sind, gehen wir zum Arzt oder zur Ärztin. Das alles umfasst die kommunale Daseinsvorsorge. Wenn du wissen möchtest, wie Daseinsvorsorge, deine Stadt und der DGB zusammenhängen, dann mach mit bei unserem Quiz! Tolle Preise gibt es ebenfalls zu gewinnen!
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