Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 122 - 25.11.2016

Buntenbach: „46 Prozent Rentenniveau reichen nicht aus“

Zum Rentenkonzept des Bundesarbeitsministeriums und den Ergebnissen der gestrigen Koalitionsrunde sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Freitag in Berlin:

"Es ist gut, dass in die Frage des Rentenniveaus Bewegung gekommen ist. Zum ersten Mal liegt ein konkreter Vorschlag der Arbeitsministerin auf dem Tisch, der die Automatik des sinkenden Rentenniveaus stoppen will. Darauf haben wir Gewerkschaften massiv gedrängt. Für uns bleibt es allerdings dabei: Die Rente darf nicht unter das heutige Niveau von 48 Prozent sinken. Das Rentenniveau ist bereits in den vergangenen Jahren deutlich gesenkt worden und muss jetzt stabilisiert werden. 

46 Prozent, wie von Ministerin Nahles als Haltelinie vorgeschlagen, reichen nicht aus. Gut, dass sie auch die Debatte um eine Ziellinie führen will. Wir - DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften  - werden unsere Forderungen und Vorschläge weiter mit allem Nachdruck in die Diskussion um Haltelinie und Ziellinie für die Alterssicherung einbringen. Das Sinken des Rentenniveaus muss jetzt gestoppt werden: Eine angemessene Haltelinie darf keine Konzept-Idee der Ministerin bleiben, sie muss umgehend in ein Gesetz umgesetzt werden. Die Koalition muss das Rentenniveau jetzt stabilisieren, um den Menschen eine sichere Perspektive für die Zukunft zu geben.

Die Verabredungen, die gestern Abend im Koalitionsausschuss getroffen worden sind, dürfen nicht das Ende der Handlungsfähigkeit der Koalition in Rentenfragen markieren. Die Runde blieb nicht nur die Antwort auf das Rentenniveau schuldig, sondern auch auf die Frage gezielter Maßnahmen gegen Altersarmut.

Die in der Sache richtigen und wichtigen Verbesserungen bei den Erwerbsminderungsrenten sind jetzt in so kleinen Schritten vorgesehen, dass sie den Betroffenen nicht ausreichend helfen werden. Gerade bei den Erwerbsminderungsrenten ist klar: Ohne eine gleichzeitige Stabilisierung des Rentenniveaus helfen diese kleinen Schritte nicht. Wir begrüßen, dass die zusätzlichen Mittel, die bei der Ost-West-Angleichung der Renten nötig werden, aus Steuermitteln gezahlt werden."


Nach oben

RSS Aktuelle Pressemitteilungen

Subscribe to RSS feed
Abonnieren Sie die Pressemitteilungen des DGB-Bundesvorstandes .

einblick - der DGB-Newsletter

einblick - Startseite
zur Webseite …

ein­blick - DGB-In­fo­ser­vice kos­ten­los abon­nie­ren
Mehr online, neues Layout und schnellere Infos – mit einem überarbeiteten Konzept bietet der DGB-Infoservice einblick seinen Leserinnen und Lesern umfassende News aus DGB und Gewerkschaften. Hier können Sie den wöchentlichen E-Mail-Newsletter einblick abonnieren.
zur Webseite …

DGB-Da­ten­re­por­t: Ar­beits­welt in Zah­len
colourbox.de
Im DGB-Datenreport liefern wir aktuelle Zahlen und Daten aus Arbeitswelt, Gewerkschaften und Politik.
weiterlesen …

smar­tu­ni­on - Tools und Tipps für Ge­werk­schaf­ter
DGB
In der neuen Rubrik SmartUnion stellt die Redaktion Apps, Tools und Anwendungen vor, die GewerkschafterInnen für ihre tägliche Arbeit nutzen können. Zudem berichten wir über aktuelle Entwicklungen zu den Themen Datenschutz und Datensicherheit.
weiterlesen …

RSS-Feeds des DGB-In­fo­ser­vices ein­blick
Hintergrundfoto: Colourbox.de
weiterlesen …

RSS-Feed

Subscribe to RSS feed
Abonnieren Sie die Pressemeldungen des DGB-Bundesvorstandes.
Kon­takt Pres­se­stel­le
DGB-Bundesvorstand Abteilung Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit Henriette-Herz-Platz 2 10178 Berlin Telefon:030.24 060-211 Telefax:030.24 060-324
weiterlesen …

Pressefotos

Hier finden Sie die aktuellen Pressefotos des Geschäfts­führenden DGB-Bundes­vorstandes zum Download. Abdruck in Printmedien und Veröffentlichung im Internet sind im Rahmen der redaktionellen Berichterstattung mit Quellennachweis frei.