Deutscher Gewerkschaftsbund

25.04.2017

re:publica 17: Algorithmen, Arbeitswelt und viel Liebe

Vom 8. bis zum 10. Mai findet die diesjährige re:publica in Berlin statt. Das Motto: „Love Out Loud!“. Mehrere Veranstaltungen und Workshops widmen sich auch der Zukunft der Arbeitswelt. Wir haben sie zusammengestellt.

re:publica

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Der Rahmen der diesjährigen re:publica – der Konferenz über digitales Leben und Netzwelt – ist wie bereits in den Vorjahren riesig. So erwarten die VeranstalterInnen wieder mehr als 8000 BesucherInnen. Insgesamt gibt es an den drei Tagen wieder rund 500 Stunden Workshops, Diskussionen und Vorträge. Unter anderem widmen sich diverse Veranstaltungen der digitalen Arbeitswelt.

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Arbeit der Zukunft: Alle ab in die Cloud?

Auf zwei Panels der re:publica wird die Hans-Böckler Stiftung ihre Expertise aus der Kommission „Arbeit der Zukunft“ einbringen. So gehen Prof. Dr. Jan Marco Leimeister von der Uni Kassel, IG Metall-Expertin Vanessa Barth und Dorothea Utzt von der Crowdwork-Plattform Streetspotr der Frage nach: „Arbeiten wir bald alle in der Cloud?“. Gemeinsam werden sie beleuchten, welche Folgen die Digitalisierung der Arbeitswelt für die Beschäftigten hat. Kreatives Ballungszentrum oder Instrument der Ausbeutung – welche Rolle spielen Plattformökonomien in der zukünftigen Arbeitswelt? Was kann Crowd- und Clickworking zur modernen Wertschöpfung beitragen? Wo bleibt der Mensch?

Das Panel findet statt am Montag, 8. Mai, von 13:30h bis 14:30h auf Stage 4

Profitieren Frauen von der Digitalisierung?

Starten Frauen in Start-Ups besser durch? Dieser Frage geht ein weiteres Panel der Hans-Böckler-Stiftung nach. ExpertInnen aus Wissenschaft und Netzwelt analysieren etwa: „Gehören Frauen zu den Profiteurinnen der Digitalisierung oder verstärkt die digitale Transformation bestehende Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern?“ Das Panel will die oft vernachlässigten geschlechterspezifischen Dimensionen der Arbeitswelt 4.0 in den Blick nehmen. Es diskutieren Valentina Kerst (Geschäftsführerin topiclodge – Strategische Internetberatung, Leiterin des „Landesrates für digitale Entwicklung und Kultur“ in Rheinland-Pfalz und Mitglied in der HBS-Kommission „Arbeit der Zukunft“), Dr. Tanja Carstensen (Soziologin, Ludwig-Maximilians-Universität München) und Prof. Dr. Ulrich Reinhardt (Professor für Empirische Zukunftsforschung, FH Westküste).

Das Panel findet statt am Dienstag, 9. Mai 2017, von 17:30 bis 18:30 auf Stage 8

Plattform-Ökonomie: Wie geht’s weiter?

Auf einem weiteren Panel diskutiert Anke Hassel, wissenschaftliche Direktorin des WSI der Hans-Böckler-Stiftung, über die Zukunft der Arbeit. Sie wird sich unter anderem mit der Frage befassen, wie Deutschland sich in der digitalen Wirtschaft behaupten kann („Future of Work: How can Germany be a leader in the Digital Economy?“). Hassel wird gemeinsam mit dem US-Autor und Fachmann für die Plattform-Ökonomie Steven Hill sowie Anna-Katharina Alex, der CEO & Co-Founderin von Outfittery, debattieren.

Die Diskussion findet am Dienstag, 9. Mai 2017 von 13:45h bis 14:45h auf Stage 2 statt.

Algorithmen als Helfer für Betriebsräte?

Am dritten Konferenztag analysiert ver.di-Expertin Annette Mühlberg die Bedeutung von Algorithmen und Daten für die Arbeitswelt. Gemeinsam mit dem Datenanalysten Andreas Dewes geht sie den Fragen nach, wie intelligente Algorithmen künftig eingesetzt werden, wie sie mit Menschen interagieren, welche Konsequenzen sich für die zukünftige Arbeitswelt hieraus ergeben und wie der Einsatz solcher Algorithmen sinnvoll gestaltet werden kann. Es geht auch um den aus gewerkschaftlicher Sicht wichtigen Aspekt, ob Algorithmen auch Betriebsräte und ArbeitnehmervertreterInnen bei ihrer Arbeit unterstützen können. Der Titel: Intelligente Algorithmen und Daten in der Arbeitswelt: Nützliche Helfer oder doch unser neuer Chef?

Der Workshop findet statt am Mittwoch, 10. Mai von 11:15h bis 12:15h auf der Stage J.

„Love out Loud“: Statement gegen Hass und Gewalt

Mit dem Motto „Love out Loud“ wollen die re:publica-VeranstalterInnen den Fokus auf all jene Menschen, Organisationen und Projekte richten, die sich gegen Hass, Gewalt und Ungerechtigkeit einsetzen und Licht in die dunklen Ecken der Gesellschaft tragen:„Sie verdienen unsere Aufmerksamkeit.“ Zudem betonen die MacherInnen: „Seit Gründung der re:publica sind Respekt und der Wunsch nach Vielfalt die Grundlage unseres Tuns; positives Nach-vorne-Denken, Neugierde und Offenheit bestimmen seither den Spirit der Veranstaltung. Mit ‚Love Out Loud!‘ möchten wir daran erinnern, wofür die re:publica noch immer steht.“

Das gesamte Programm der re:publica gibt es hier...


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