Deutscher Gewerkschaftsbund

Bewegte Zeiten

Frühere Vorsitzende des DGB

Dieter Schulte

Portrait von Dieter Schulte

DGB

Vorsitzender von 14.6.1994 bis 28.5.2002

13.1.1940 in Duisburg geboren

1946 - 1954 Volksschule

1954 - 1959 Ausbildung und Tätigkeit als Maurer

1959 - 1978 Tätigkeit als Brenner, später Qualitätsbeobachter bei Thyssen Stahl

1957 Einritt in die IG Bau-Steine-Erden

1959 Übertritt in die IG Metall

ab 1970 verschiedene gewerkschaftliche Funktionen: Vertrauensmann, Leiter des Vertrauenskörpers, Mitglied der örtlichen und bezirklichen Tarifkommissionen, Mitglied der Ortsverwaltung

1972 Eintritt in die SPD

1975 Mitglied des Betriebsrates Thyssen Stahl, Werk Hamborn-Beeckerwerth

1978 freigestellter Betriebsrat

1983 Mitglied des Konzernbetriebsrates der Thyssen AG

1987 Betriebsratsvorsitzender Thyssen Stahl AG, Werk Hamborn

1990 Gesamtbetriebsratsvorsitzender des Thyssen Stahl AG

1991 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall

1994 - 2002 Vorsitzender des DGB

Heinz Werner Meyer

Portrait von Heinz Werner Meyer

DGB

Vorsitzender von 23.5.1990 bis 9.5.1994

24.8.1932 geboren in Hamburg-Harburg, gestorben am 9.5.1994.

1948 Nach der Volksschule Berglehrling im Steinkohlenbergbau auf der Schachtanlage Monopol in Kamen, während der Lehrzeit Besuch des Abendgymnasiums

1954 wurde er Hauer, war in der Industriegewerkschaft Bergbau und Energie (IG BE) und seit 1953 Mitglied der SPD

1955 Studium der Volkswirtschaft an der Akademie für Wirtschaft und Politik in Hamburg

1957 hauptamtlicher Jugendsekretär in der IG BE-Hauptverwaltung

1964 Leiter der Abteilung Organisation

1969 Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand der IG BE

1984 stellvertretender Vorsitzender der IG BE

1985 Vorsitzender der IG BE

1975-1985 Mitglied des Landtages von Nordrhein-Westfalen

1987-1990 Mitglied des Deutschen Bundestages

1990-1994 Vorsitzender des DGB.

Ernst Breit

Portrait von Ernst Breit

DGB

Vorsitzender von 19.5.1982 bis 23.5.1990

20.8.1924 geboren in Rickelshof, Kreis Dithmarschen, gestorben am 22.2.2013

1941 Postinspektor-Anwärter nach der Realschule

1941-1945 Kriegsdienst und -gefangenschaft

1946 Postdienst und Mitglied in dem Vorgängerverband der erst 1949 bundesweit gegründeten Deutschen Postgewerkschaft (DPG)

1950 Postinspektor

1948-1956 örtlicher und bezirklicher Betriebsrat in Holstein

1956 Bezirkspersonalrat der Oberpostdirektion Kiel

1953-1959 ehrenamtliches Mitglied im DPG-Hauptvorstand

1956 Mitglied der SPD

1959-1971 Vorsitzender des Hauptpersonalrates im Bonner Postministerium

1965 Beisitzer der Gruppe "Beamte" im Geschäftsführenden Hauptvorstand der DPG

1971 Vorsitzender der Deutschen Postgewerkschaft

1975 Vizepräsident der Internationale des Personals der Post-, Telegrafen- und Telefonbetriebe (IPTT)

1978-1981 Präsident der Internationale des Personals der Post-, Telegrafen- und Telefonbetriebe (IPTT)

1980 Bestätigung als DPG-Vorsitzender

1982-1990 Vorsitzender des DGB

1985 Präsident des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) und 1988 in dieser Position bestätigt.

Heinz Oskar Vetter

Portrait von Heinz Oskar Vetter

DGB

Vorsitzender von 19.5.1969 bis 19.5.1982

21.10.1917 geboren in Bochum, gestorben am 18.10.1990, Volksschule, Lehre als Schlosser, anschließend Maschinenschlosser im Bergbau

1939 Externen-Abitur, Kriegsdienst und -gefangenschaft (Leutnant der Luftwaffe)

1946 Grubenschlosser auf der Zeche "Robert Müser", Mitglied der Industriegewerkschaft Bergbau und Energie (IG BE) und gewerkschaftlicher Vertrauensmann bei der Harpener Bergbau AG

1949-1951 Akademie für Gemeinwirtschaft in Hamburg, anschließend ein Sozialpraktikum in der Stahlindustrie

1952 hauptamtlicher Sekretär bei der IG BE

1953 Mitglied der SPD

1960 Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand der IG BE und 1964 2.Vorsitzender dieser Gewerkschaft

1969-1982 Vorsitzender des DGB

1974-1979 Präsident des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB)

1979-1989 Mitglied im Europäischen Parlament.

Ludwig Rosenberg

Portrait von Ludwig Rosenberg

DGB

Vorsitzender von 26.10.1962 bis 19.5.1969

29.6.1903 geboren in Berlin, gestorben am 23.10.1977, Realgymnasium, kaufmännische Lehre

1924 Mitglied in der SPD und im Reichsbanner

1925 Mitglied im Gewerkschaftsbund der Angestellten (GDA)

1928 Angestellter in der Krankenkassenhauptverwaltung des GDA in Berlin

1929 Staatliche Fachschule für Wirtschaft und Verwaltung in Düsseldorf

1931-1933 Geschäftsführer des GDA in Krefeld, Düsseldorf und Brandenburg/Havel

1933 Entlassung, Exil in Großbritannien, freier Journalist, Dozent an der Worker's Educational Association, kaufmännische Tätigkeit in London

1941 Beschäftigung in der Internationalen Abteilung des britischen Außenministeriums

1944/45 Deutschland, Sekretär beim Zonensekretariat der Gewerkschaften für die britische Zone in Bielefeld

1948 Sekretär im Gewerkschaftsrat der vereinten Zonen

1949 Mitglied im Geschäftsführenden Bundesvorstand des DGB, Leitung der Hauptabteilung Ausland und Wirtschaftspolitik

1959 Stellvertretender Vorsitzender des DGB

1962-1969 Vorsitzender des DGB

1963-1969 Präsident des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften (IBFG), anschließend Ruhestand

Willi Richter

Portrait von Willi Richter

DGB

Vorsitzender von 6.10.1956 bis 26.10.1962

1.10.1894 geboren in Frankfurt/M., gestorben am 27.11.1972, Volksschule, Lehre als Feinmechaniker

1913 Mitglied im Deutschen Metallarbeiter-Verband (DMV)

1914-1918 Soldat

1919 Mitglied in der SPD

1921-1925 Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der städtischen Betriebe in Frankfurt/M.

1922/23 Akademie der Arbeit

1926 Sekretär des Gesamtverbandes für öffentliche Betriebe in Darmstadt

1928 Vorsitzender und Geschäftsführer des ADGB im Bezirk Darmstadt, Mitglied im Stadtrat

1933 Entlassung, mehrfach verhaftet, unter Polizeiaufsicht, arbeitslos bis 1937, anschließend Handelsvertreter, illegale Tätigkeit, u.a. Kontakt zum Leuschner-Kreis

Frühjahr 1945 am Wiederaufbau der Gewerkschaften in Hessen beteiligt, Vorsitzender des FDGB im Bezirk Frankfurt/M.

1946 Vorsitzender des Freien Gewerkschaftsbundes Hessen

1947-1949 Mitglied im Frankfurter Wirtschaftsrat

1949-1957 Mitglied im Deutschen Bundestag

1949-1956 Mitglied im Geschäftsführenden Bundesvorstand des DGB, Leitung der Hauptabteilung Sozialpolitik

1956-1962 Vorsitzender des DGB, anschließend Ruhestand.

Walter Freitag

Portrait von Walter Freitag. Blick in die Kamera, den Kopf in die Hand sützend.

DGB

Vorsitzender von 17.10.1952 bis 6.10.1956

14.8.1884 geboren in Remscheid, gestorben abm 7.6.1959, Volksschule, Lehre als Werkzeugdreher

1907 Mitglied des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes (DMV)

1908 Mitglied der SPD

1914-1917 Soldat, anschließend Dreher in einem Remscheider Betrieb

1918 Mitglied im Arbeiter- und Soldatenrat in Remscheid

1919 Bevollmächtigter des DMV in Remscheid, Mitglied in der USPD

1920 Bezirksleiter des DMV im Bezirk Hagen

1922 erneut Mitglied in der SPD, Vorsitzender der SPD im Unterbezirk Hagen-Schwelm

1932 Mitglied im Preußischen Landtag

1933 Entlassung, Verhaftung, KZ Neusystrum und Lichtenberg, nach Entlassung Dortmund als Wohnsitz zugewiesen, unter Polizeiaufsicht, illegale Arbeit, u.a. Kontakt zu Heinrich Schliestedt und Wilhelm Leuschner, 8 Jahre arbeitslos (Verbot einer Vermittlung durch das Arbeitsamt)

1941 Beschäftigung als Pförtner, Wach- und Feuerwehrmann im Werk Hoerde des Dortmund-Hoerder Hüttenvereins

1945 am Wiederaufbau der Gewerkschaften und der SPD in Hagen beteiligt

1946-1949 Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises, Mitglied des ernannten und ersten gewählten Landtages Nordrhein-Westfalens

1946 Mitglied im Zonenausschuß der Gewerkschaften in der britischen Zone

1947 Vorsitzender der IG Metall (britische Zone)

1948-1952 Vorsitzender der IG Metall für das Gebiet der Bi-Zone bzw. der Bundesrepublik Deutschland

1949-1953 Bundestagsabgeordneter

1952-1956 Vorsitzender des DGB

1953-1956 Vizepräsident des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften, anschließend Ruhestand.

Christian Fette

Portrait von Christian Fette mit Brille. Blick in die Kamera.

DGB

Vorsitzender von 22.06.1951 bis 17.10.1952

1.2.1895 geboren in Bremen, gestorben am 26.10.1971, später Volksschule

1909-1913 Buchdruckerlehre in Bremen

1913 Mitglied im Verband der Deutschen Buchdrucker und in der SPD, nach der Lehre Wanderschaft

1914-1918 Soldat, anschließend aktiv in der Sozialistischen Arbeiterjugend in Bremen

1920 Vorsitzender des Deutschen Buchdruckerverbandes im Bezirk Bremen

1924 Vorsitzender des gleichen Verbandes im Bezirk Duisburg

1931 Stellvertretender Gauvorsteher des Buchdruckerverbandes im Rheinland und in Westfalen (Sitz: Köln)

1933 Entlassung, mehrfach verhaftet, unter Polizeiaufsicht, längere Zeit arbeitslos, anschließend Maschinensetzer bei der "Kölnischen Zeitung"

1945/46 beteiligt am Aufbau der Gewerkschaft Graphisches Gewerbe und Papierverarbeitung in Köln und Nordrhein-Westfalen, Mitglied in der zonalen Leitung dieser Gewerkschaft

1948 Vorsitzender der Gewerkschaft Druck und Papier, Mitglied im Vorstand der Internationalen Graphischen Föderation

1951-1952 Vorsitzender des DGB

1953-1958 Beschäftigung in der Pressestelle der "Neuen Heimat" in Hamburg, anschließend Ruhestand.

Hans Böckler

Portrait von Hans Boeckler. Böckler in Denkerpose. Blick nach rechts.

DGB

Vorsitzender von 13.10.1949 bis 16.2.1951

26.2.1875 geboren in Trautskirchen (Franken), gestorben am 16.2.1951

1888-1891 Lehre als Silber- und Goldschläger in Fürth, anschließend Wanderschaft

1894 Mitglied im Deutschen Metallarbeiter-Verband (DMV) und in der SPD

1895 Mitbegründer des Turn- und Sportvereins Fürth

1896-1898 Militärdienst in Nürnberg

1899 Vertreter der Metallschläger im Fürther Gewerkschaftskartell, anschließend Vertrauensmann der Metallarbeiter

1902 Wahl in das Kollegium der Fürther Gemeindebevollmächtigten (Stadtrat)

1903 Bevollmächtigter des DMV im Saargebiet

1908 Mitarbeiter in der DMV-Bezirksleitung Frankfurt/M.

1910 Bezirksleiter des DMV in Schlesien

1914/15 Soldat, Verwundung an der Ostfront

1915-1918 Gewerkschaftsarbeit in Danzig, Kattowitz und Siegen

1920 Bevollmächtigter des DMV in Köln

1924-1928 Mitglied der Kölner Stadtverordnetenversammlung

1927 Bezirkssekretär des ADGB für Rheinland-Westfalen-Lippe, Mitglied des ADGB-Bundesausschusses

1928-1933 Mitglied des Reichstages für den Wahlkreis Köln-Aachen

1933 Entlassung, "Schutzhaft" durch die Gestapo in Berlin

1934-1944 polizeiliche Überwachung, mehrere Hausdurchsuchungen, Kontakte zum Widerstandskreis um Wilhelm Leuschner, nach dem 20. Juli 1944 Versteck in Ottoherscheid bei einem befreundeten Bauern bis zum Frühjahr 1945

April 1945 Gründung eines Ausschusses für die Einheitsgewerkschaft in Köln, Mitglied der ernannten Stadtverordnetenversammlung Kölns

1946 Mitglied des ernannten Landtages von Nordrhein-Westfalen, Mitglied im vorläufigen Zonenvorstand der Gewerkschaften in der britischen Zone

1947 Vorsitzender des DGB (britische Zone) und Vorsitzender des Gewerkschaftsrates der britischen und amerikanischen Zone

Oktober 1949 Wahl zum Vorsitzenden des DGB auf dem Gründungskongreß in München, in dieser Funktion bis zu seinem Tode tätig.


Nach oben