Deutscher Gewerkschaftsbund

18.07.2016
Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Familienarbeitszeit würde junge Eltern entlasten

Junge Eltern sollen weniger arbeiten und dafür vom Staat einen finanziellen Ausgleich bekommen: Der DGB begrüßt diesen Vorschlag von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig ausdrücklich. "Ein Familiengeld würde den Wunsch vieler Eltern unterstützen, sich Kindererziehung, Haushalt und Beruf partnerschaftlich zu teilen", so Vize Elke Hannack.

Frau mit Kind und Handy im Arm

Colourbox

Vor etwa einem Jahr wurde das Elterngeld Plus eingeführt. Es macht es jungen Eltern leichter, flexibel Elternzeit zu nehmen. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig will nun einen Schritt weiter gehen und fordert ein staatliches Familiengeld. Danach sollen Väter und Mütter, die parallel ihre Arbeitszeit auf 32 bis 36 Stunden in der Woche reduzieren, vom Staat einen finanziellen Ausgleich in Höhe von 300 Euro im Monat bekommen - maximal zwei Jahre lang.

Zum Vorschlag einer "Familienarbeitszeit" sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack:

"Der DGB begrüßt den Vorschlag der Bundesfamilienministerin einer Familienarbeitszeit ausdrücklich. Ein staatliches Familiengeld würde das jüngst eingeführte Elterngeld Plus mit Partnerschaftsbonus konsequent weiterführen. Es würde den Wunsch vieler Eltern unterstützen, sich Kindererziehung, Haushalt und Beruf partnerschaftlich zu teilen. Vor allem aber würde ein finanzieller Ausgleich für reduzierte Wochenarbeitszeiten Mütter und Väter entlasten. Die Folgen ihrer Entscheidung für Kinder müssten sie dann nicht mehr alleine tragen.

Wenn zugleich der Anspruch auf befristete Arbeitszeitreduzierung gestärkt würde, stünden die Chancen gut, Müttern und Vätern neue Perspektiven der gemeinsamen Erziehungsverantwortung und der partnerschaftlichen Sicherung des Familieneinkommens zu eröffnen."


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