Deutscher Gewerkschaftsbund

28.08.2015
Armutsgefährdungsquote

Mindestlohn wird Armutsrisiko verringern

Das Risiko von Geringqualifizierten, unter die Armutsgrenze zu fallen, ist in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. Das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur so genannten Armutsgefährdungsquote. Bei berufstätigen Geringqualifizierten werde sich der Mindestlohn "positiv auswirken und das Armutsrisiko verringern", sagte DGB-Vorstand Annelie Buntenbach.

Mann klebt Karton in Lager eines Versandhändlers zu

Colourbox

DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntebach zur Armusgefährdungsquote von Geringqualifizierten:

"Die Armutsgefährdung der Geringqualifizierten ist insbesondere deshalb so hoch, weil viele von ihnen keinen Job finden oder nur vorübergehend, zum Beispiel in der Leiharbeit, beschäftigt werden. Soweit Geringqualifizierte noch einen Job haben, wird der Mindestlohn sich hier positiv auswirken und das Armutsrisiko verringern.

Überfällig ist eine Aus- und Weiterbildungsinitiative, um Arbeitslosigkeit und Armut für diesen Personenkreis zu verringern und die Beschäftigung zu verstetigen. Betriebe und Arbeitsmarktpolitik sind gefordert bisher benachteiligten Jugendlichen eine Ausbildung zu eröffnen und erwachsenen Hilfskräften bessere Chancen auf einen Berufsabschluss zu eröffnen."


Nach oben

Weitere Themen

ein­blick - DGB-In­fo­ser­vice kos­ten­los abon­nie­ren
Mehr online, neues Layout und schnellere Infos – mit einem überarbeiteten Konzept bietet der DGB-Infoservice einblick seinen Leserinnen und Lesern umfassende News aus DGB und Gewerkschaften. Hier können Sie den wöchentlichen E-Mail-Newsletter einblick abonnieren.
zur Webseite …

Ar­beit auf Ab­ruf: Bun­des­re­gie­rung muss han­deln
DGB/Simone M. Neumann
Für Millionen Menschen sind Minijobs die einzige Erwerbsquelle. "Dabei geht es zum Beispiel um Arbeit auf Abruf, um 100-Euro-Jobs, mit denen heute viele Verkäuferinnen im Einzelhandel durch die Gegend und an ihren Rechten vorbei geschoben werden", kritisiert DGB-Vorstand Annelie Buntenbach.
zur Webseite …

So­zi­al­wahl 2017: Hier wird ge­wählt
Colourbox.de
Bei den Sozialwahlen wählen die Versicherten ihre Vertreterinnen und Vertreter in die so genannte Selbstverwaltung der Sozialversicherungsträger – also bei der gesetzlichen Rentenversicherung, den gesetzlichen Krankenkassen und der gesetzlichen Unfallversicherung. Wie die Wahl abläuft und was sie als Wählerin oder Wähler beachten müssen, erklären wir hier.
weiterlesen …

Jetzt un­ter­zeich­nen: Kei­ne Pri­va­ti­sie­rung der Au­to­bahn!
DGB/Simone M. Neumann
Wir fordern den Deutschen Bundestag und den Bundesrat auf, jede Form der Privatisierung der Autobahnen zu verhindern, Beschäftigung zu sichern und eine leistungsfähige Infrastruktur für den Wirtschaftsstandort Deutschland zu schaffen.
weiterlesen …

Zuletzt besuchte Seiten