Deutscher Gewerkschaftsbund

30.08.2017

Neues Gewerkschaftshaus in Berlin

einblick September 2017

Ab 2018 soll ein neues Gewerkschaftshaus in Berlin entstehen. An der Stelle des jetzigen DGB-Baus aus den 1960er Jahren in der City-West ist ein "Haus der Begegnung mit genug Platz für Veranstaltungen" geplant.

DGB-Haus Ansicht

Das Architektenbüro Ortner&Ortner hat die Jury überzeugt: Der Entwurf sieht ein Gebäude mit Glasfassade und 13-stöckigem Eckturm vor. DGB

Offen und luftig soll es sein – das neue Haus des DGB in Berlin. In der City-West – Keithstraße Ecke Kleiststraße in Sichtweite zum KaDeWe – wird es ab 2018 entstehen. 2020 können dann die Beschäftigten des DGB-Bezirks und der DGB-Bundesvorstandsverwaltung (BVV) einziehen. „Ein Haus der Begegnung, das genug Platz bietet für Veranstaltungen“, so beschreibt es DGB-Bundesvorstandsmitglied Stefan Körzell. Geplant sind 350 Büros und vier Säle auf einer Fläche von 13000 Quadratmetern.

Dem DGB gehört das Gelände in der Keithstraße, auf dem seit 1964 ein Gewerkschaftshaus steht. In dem kastenförmigen Bau mit silberner Fassade sitzen bisher der DGB-Bezirk Berlin-Brandenburg, die IG BAU Berlin, Gewerkschaftsprojekte und die Büchergilde Gutenberg. Nur: Der Bau ist technisch und energetisch veraltet, ihn auf heutige Standards umzurüsten, wäre zu teuer. Gleichzeitig mietet die DGB-BVV das Bürogebäude am Hackeschen Markt für viel Geld. Das neue Haus bietet die Lösung: genug Platz für alle Beschäftigten in einem modernen Gewerkschaftshaus, dessen Eigentümer der DGB ist.

Bauhaus ADGB-Schule

Seit Juli 2017 UNESCO-Welterbe: Die Bundesschule des ADGB in Bernau bei Berlin Fotorechte: Peter Steininger/baudenkmal bundesschule bernau e.V.

Gewerkschaftliche Architektur mit Geschichte

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