Deutscher Gewerkschaftsbund

06.01.2020
Nachruf

Wir trauern um Guntram Schneider

Wir trauern um Guntram Schneider. Gewerkschafter und Sozialdemokrat.

ehemaliger DGB-Vorsitzender von NRW, Guntram Schneider (schwarz-weiß Bild)

Thomas Range/DGB NRW

Seine Schule war die Arbeiterjugend, erst die „Falken“ und dann die Gewerkschaftsjugend. Das, was er dort lernte und an Erfahrungen sammelte, vergaß er nie. Es prägte sein Leben und ein Wirken.

Die Praxis war seine Universität. Mit 15 Jahren trat er in die IG Metall ein und wurde Werkzeugmacher und bald Betriebsrat. 1974 startete er in das Leben eines hauptamtlichen Gewerkschaftssekretärs. Die Stationen: DGB-Kreis Bielefeld (1974), Leiter der Abteilung Jugend beim NRW-Landesbezirk (1976), Leiter des Büros des DGB-Vorsitzenden in NRW (1979), Referat Technologie und ausländische Arbeitnehmer beim DGB-Bundesvorstand (1982), Vorsitzender des DGB in Dortmund (1985), Referent beim Vorstand der IG Metall (1990), Bevollmächtigter der IG Metall in Münster (1995), Vorsitzender des DGB in NRW (2006).

2010 wurde er  Minister für Arbeit, Integration und Soziales. Mitglied des Landtags wurde er mit einem Direktmandat in Dortmund im Jahre 2012 und wurde erneut zum Minister berufen. 2015 schied er aus gesundheitlichen Gründen aus dem Amt.

Guntram Schneider war ein leidenschaftlicher Gewerkschafter und Politiker. Er war standhaft und hartnäckig, Geradeaus und kommunikationsstark. Soziale Gerechtigkeit und Fairness, Teilhabe und Mitbestimmung, Toleranz, Integration und Kampf gegen Ausgrenzung waren die Motive seines Handelns. Einem Streit ging er ungern aus dem Wege, gleichermaßen aber war er zu Konsens und Kompromiss fähig – über Parteigrenzen hinweg.

Mit Dank, Anerkennung und in Respekt

Reiner Hoffmann


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