Deutscher Gewerkschaftsbund

28.04.2021
Gedenken an die Befreiung vom Faschismus 1945

Darum muss der 8. Mai ein bundesweiter Feiertag werden

DGB und Gewerkschaften fordern, den 8. Mai zu einem bundesweiten Feiertag zu erklären. Vor 76 Jahren endete der Zweite Weltkrieg, Deutschland und Europa wurden vom Faschismus befreit. Der Tag erinnert an die Schrecken der Vergangenheit und mahnt vor Rassismus und Hetze in Gegenwart und Zukunft.

Kerze auf schwarzem Hintergrund

DGB/Jirawat Chungviwatanant/123RF.com

Am 8. Mai begehen wir den Tag der Befreiung vom Faschismus. Es war dieser Tag, der vor 76 Jahren die Niederlage Deutschlands im Zweiten Weltkrieg und das Ende der Nazi-Diktatur markierte. Wie jedes Jahr rufen wir Gewerkschaften aus diesem Anlass dazu auf, gemeinsam der Millionen von Menschen zu gedenken, die unter der Schreckensherrschaft der Nazis verfolgt und ermordet wurden, die in den Konzentrations- und Vernichtungslagern Opfer der antisemitischen und rassistischen deutschen Menschheitsverbrechen wurden.

8. Mai zum Feiertag machen: Gedenken und Mahnung

Darüber hinaus appellieren der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften aber mit Nachdruck an die Politik, den 8. Mai zu einem bundesweiten Feiertag zu erklären. Wir wollen, dass der 8. Mai zu einem Tag gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung wird, der die Erinnerung an die Schrecken der Vergangenheit wach hält. Zudem ist er ständige Mahnung, dass die Idee der Ungleichwertigkeit von Menschen längst kein Relikt der Vergangenheit ist. Antisemitische und rassistische Äußerungen finden heute in Deutschland wieder breite Zustimmung. Der Geschichtsschreibung wird von vielen unterstellt, die Verbrechen der Nazis übertrieben darzustellen. Die extreme Rechte tötet noch immer: Seit 1990 hat rechte Gewalt über 200 Todesopfer in unserem Land gefordert. All dies zeigt, dass der Kampf gegen Rassismus dauerhafte Anstrengungen erfordert.

8. Mai: Lernen aus der Geschichte

Der 8. Mai hat für uns Gewerkschaften aber auch als Tag der Demokratie besonderen Symbolwert und sollte deshalb angemessene Würdigung finden. Oder wie es die KZ-Überlebende Esther Bejarano am 26. Januar 2020 in ihrem „offenen Brief an die Regierenden und alle Menschen, die aus der Geschichte lernen wollen, formuliert hat: „Am 8. Mai wäre (…) Gelegenheit, über die großen Hoffnungen der Menschheit nachzudenken: Über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – Schwesterlichkeit.“

Der 8. Mai als Tag des Friedens

Als Jahrestag der Kapitulation der deutschen Wehrmacht kommt dem 8. Mai darüber hinaus besondere Bedeutung als einem Tag des Friedens zu. Neben dem Antikriegstag am 1. September ist es dieser Tag, der uns die Gefahren von Aufrüstung und militärischer Konfrontation und das unermessliche Leid, das durch Kriege verursacht wird, eindringlich in Erinnerung ruft.

Broschüre zum 8. Mai: Aktionsideen für gewerkschaftliche Aktivitäten

Für die Gewerkschaften ist all das, was sich mit dem 8. Mai verbindet, ein besonderes Erbe. Es ist uns Verpflichtung, beständig für den Erhalt der Demokratie, gegen autoritäre Politikvorstellungen, gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form von Ausgrenzung zu streiten. Deshalb hat der DGB zum diesjährigen Tag der Befreiung auch die Broschüre „Erinnern, Gedenken, Handeln – Demokratie schützen und stärken“ herausgebracht. Sie enthält Aktionsideen für gewerkschaftliche Aktivitäten am 8. Mai und über diesen Tag hinaus. Diese Aktionsideen sollen zudem dazu beitragen, dass der 8. Mai auch als ein Tag der Demokratie durch Teilhabe und Mitbestimmung öffentlich stärker wahrgenommen wird, um ihn als bundesweiten Feiertag zu etablieren.

PDF-Download der Broschüre:

Erinnern, Gedenken, Handeln - Demokratie schützen und stärken! (PDF, 201 kB)

Der letzte Ordentliche Bundeskongress des DGB hat beschlossen, dass der 8. Mai als Tag gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung in jeglicher Form zu einem Feiertag erklärt werden soll. Aktionsideen für gewerkschaftliche Aktivitäten am 8. Mai und über diesen Tag hinaus sollen dazu beitragen, dass der 8. Mai auch als ein Tag der Demokratie durch Teilhabe und Mitbestimmung öffentlich stärker wahrgenommen wird.


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