Deutscher Gewerkschaftsbund

Die DGB-Transformationskonferenz

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Rapsfeld mit Windkrafträdern im Hintergrund

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ANMELDUNG ZUR KONFERENZ (für die Foren am 2. Konferenztag)

Mit der Bundestagswahl steht Deutschland dieses Jahr noch eine wichtige politische Weichenstellung bevor. Auf die neue Bundesregierung wartet dabei viel Arbeit: Die sozial-ökologische Transformation hat oberste Priorität.

Doch welche Auswirkungen hat sie auf die Beschäftigungsentwicklung und die unterschiedlichen Branchen? Welche konkreten Initiativen werden in der nächsten Legislaturperiode gebraucht? Wie gestalten wir den Strukturwandel erfolgreich? Und welche Chancen bietet sie für neue Beschäftigung und Wertschöpfung? Diesen Fragen und vielen weiteren werden wir uns bei der digitalen DGB-Transformationskonferenz am 24. und 25. August 2021 widmen.

24. August: Transformations-Charta und Diskussion mit Spitzenkandidat*innen

Am 24. August 2021 wollen wir von 14:00 bis 19:00 Uhr die sozial-ökologische Transformation und ihre Rahmenbedingungen diskutieren. Wir werden unsere Transformations-Charta vorstellen, die klare Anforderungen an die nächste Bundesregierung stellt. Und wir werden mit den Spitzenkandidat*innen aller demokratischer Parteien in die Diskussion kommen. Außerdem wird es die Gelegenheit geben aus erster Hand, nämlich von den Beschäftigten, zu hören, was Transformation für sie bedeutet.

25. August: Zehn digitale Foren

Am 25. August 2021 werden zwischen 9:00 und 17:00 Uhr insgesamt zehn unterschiedliche digitale Foren stattfinden, die Einzelaspekte der bevorstehenden Transformation adressieren. Dazu gehören unter anderem die Finanzierung der Transformation, eine proaktive Strukturpolitik, der klimaneutrale Umbau der Industrie, die Mobilitäts- und Energiewende ebenso wie die bevorstehende Transformation im Handwerk und die Digitalisierung.

Symbolbild digitale Vernetzung

DGB/thodonal/123rf.com

Das Programm

24. August

14:00 bis 15:30 Uhr: Vorstellung unserer Transformations-Charta

  • DGB-Vorstand Stefan Körzell stellt die Transformations-Charta des DGB vor
  • anschließend Diskussion mit Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), und Kai Niebert, Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR)

17:30 bis 19:00 Uhr: Diskussion mit den Spitzenkandidat*innen der Parteien zur Bundestagswahl

Welche politischen Antworten brauchen wir für eine sozial-ökologische Transformation?

Diskussion mit

  • Reiner Hoffmann, DGB-Vorsitzender
  • Armin Laschet (CDU)
  • Olaf Scholz (SPD)
  • Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Christian Lindner (FDP)
  • Janine Wissler (Die Linke)

 Beide Programmpunkte als Livestream hier auf www.dgb.de/transformationskonferenz


ANMELDUNG ZUR KONFERENZ (für die Foren am 2. Konferenztag)

25. August

Zehn digitale Foren rund um das Thema Transformation

9:00-10:30 Uhr Finanzierung der Transformation Proaktive Strukturpolitik und Transformation gestalten Beschäftigung sichern durch transformative Arbeitsmarktpolitik
11:00-12:30 Uhr Klimaneutrale Industrie – Ende des Wohlstands oder Wohlstand ohne Ende? Besser statt billiger - Für eine nachhaltige Lebensmittelwirtschaft  
13:30-15:00 Uhr Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle Aus- und Weiterbildung in der Transformation  
15:30-17:00 Uhr Fehlende Fachkräfte in der energetischen Gebäudesanierung – Herausforderung für Politik und Unternehmen Beschäftigte für die Energiewende: organisiert, qualifiziert, engagiert Stillstand am Ende – für eine sozialverträgliche Mobilitätswende

Die Themen der Foren im Detail

9:00-10:30 Uhr

Finanzierung der Transformation

Ziel des Forums ist es, über Investitionsbedarfe und die verschiedenen Finanzierungswege für öffentlichen und privaten Investitionen im Rahmen der Transformation zu diskutieren. Neben den Bedarfen in den einzelnen Bereichen soll geklärt werden, welche Rolle den handelnden Akteuren, Staat, Unternehmen, Beschäftigte zukommt und wer welchen Beitrag leisten kann und muss. Insbesondere die Rolle der Staatsfinanzen, aber auch mögliche Instrumente zum Anreizen privater Investitionen sollen beleuchtet werden. Erklärtes Ziel ist es, Wege zu diskutieren, um die grüne Investitionslücke zu schließen, den Industriestandort zu stärken und so langfristig für Jobsicherheit zu sorgen.

Proaktive Strukturpolitik und Transformation gestalten

Ziel des Forums ist es, notwendige Rahmenbedingungen zur Gestaltung der Transformation aufzuzeigen. Dafür sollen DGB-Forderungen mit Blick auf die proaktive Strukturpolitik platziert und mit Projekten verbunden werden, in denen die Gewerkschaften bereits heute aktiv als Transformationsgestalter auftreten. Im Anschluss sollen zentrale Punkte noch in einer Diskussionsrunde aufgegriffen werden.

Beschäftigung sichern durch transformative Arbeitsmarktpolitik

Während des Forums sollen Vertreter*innen aus Wissenschaft und Praxis über arbeitsmarktpolitische Antworten auf die Herausforderungen der Transformation diskutieren. Der bereits begonnene Wandel verlangt eine aktive Arbeitsmarktpolitik, die in erster Linie zur Beschäftigungs- und Standortsicherung beiträgt, wo nötig Betriebs- und Berufswechsel flankiert und Arbeitnehmer*innen auch sozial absichert. Im Forum wird darüber gesprochen, welche Instrumente bereits jetzt hierzu zur Verfügung stehen, wie diese besser genutzt werden könnten und mit welchen neuen Mitteln das arbeitsmarktpolitische In-strumentarium transformations- und krisengerecht ausgebaut werden sollte.

11:00-12:30 Uhr

Klimaneutrale Industrie – Ende des Wohlstands oder Wohlstand ohne Ende?

Das Forum thematisiert die industriepolitischen Maßnahmen, die notwendig sind, um den erhöhten Druck durch verschärfte klimapolitische Anforderungen zu adressieren. Wie kann die Industrie klimaneutral werden und dabei Beschäftigung und Wohlstand sichern? Dazu sollen Perspektiven aus der Wissenschaft, den Gewerkschaften und der Industrie diskutiert werden.

Besser statt billiger - Für eine nachhaltige Lebensmittelwirtschaft

Gute Lebensmittel sind elementar für ein gutes Leben. Das Lebensmittelsystem ist jedoch geprägt von enormem Preisdruck, Marktmacht der Handelsketten, einer zunehmenden Konzentration auf verschiedenen Stufen der Wertschöpfungsketten und hohem Druck auf die Beschäftigten. Die Folgen sind nicht-nachhaltige Produktion, schlechte Arbeitsbedingungen, niedrige Löhne und oft Qualitätsmängel, die von Zeit zu Zeit in Lebensmittelskandalen öffentlich werden. Zusätzlich ist die Landwirtschaft ein großer Emittent von Treibhausgasen. Auch das Lebensmittelsystem muss klimaneutral werden. In diesem Forum sollen zentrale Probleme der Wertschöpfungsketten im Lebensmittelbereich diskutiert und gewerkschaftliche Forderungen deutlich werden. Dabei wollen wir mit den Teilnehmenden sowie Vorständen der im Lebensmittelsystem zentralen Gewerkschaften sowie von Verbraucherverbänden ins Gespräch kommen.

13:30-15:00 Uhr

Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle

Strukturwandel wird seit Jahren entscheidend durch die Digitalisierung vorangetrieben. Viele klassische Wertschöpfungsstrukturen werden durch die Digitalisierung grundlegend verändert. Dazu gehören das Eindringen von Digitalkonzernen in klassischen Industriebranchen, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle in vielen Dienstleistungsbereichen und die Änderung von Wertschöpfungsketten durch digitale Plattformen. Teilweise werden bestehende Strukturen weiterentwickelt, teilweise werden sie durch neue ersetzt. Dies hat große Folgen für Unternehmensstrukturen, Wertschöpfungsketten, Arbeitsplätze und sozio-ökonomische Kräfteverhältnisse. Aktuell versucht die EU-Kommission mit einer Reihe von Gesetzesinitiativen der Digitalisierung einen rechtlichen Rahmen zu geben (Digital Markets Act, Digital Services Act, Data Governance Act, Rechtsakt zur Plattformarbeit). In diesem Forum sollen die Änderungen der Wertschöpfungsstrukturen und die europäischen Initiativen zu ihrer Regulierung diskutiert werden und gewerkschaftliche Anforderungen zu ihrer Gestaltung präsentiert werden.

Aus- und Weiterbildung in der Transformation

Mit Blick auf die Transformation in der Arbeitswelt besteht jedoch häufig Unsicherheit, welche Qualifikationen in Zukunft genau gefragt und gebraucht werden. Ziel dieses Forums ist es, die Herausforderungen der Transformation für die berufliche Aus- und Weiterbildung zu skizzieren und am Beispiel von vier Inputs aus den Gewerkschaften aufzuzeigen, welche Möglichkeiten DGB und Gewerkschaften  bei der Gestaltung von modernen Berufen und der Qualifizierung und Weiterbildung der Beschäftigten haben und somit schon seit längerem als Transformationsgestalter agieren.

15:30-17:00 Uhr

Fehlende Fachkräfte in der energetischen Gebäudesanierung – Herausforderung für Politik und Unternehmen

Die Transformation bietet dem Handwerk vielfältige Chancen. Gleichzeitig wird besonders im Gebäudebereich der Fachkräftebedarf gerade zum Nadelöhr für die Umsetzung der Klimaziele. Allein im Bereich der energetischen Gebäudesanierung fehlen aktuell 60.000 Fachkräfte. Was muss geschehen, um diese Lücke zu schließen? Welche Rolle kommt dem Staat dabei zu? Was kann das Handwerk selbst beitragen, Fachkräfte zu halten? Welche Rolle können die Sozialpartner spielen?

Beschäftigte für die Energiewende: organisiert, qualifiziert, engagiert

Die Energiewende betrifft uns alle. Auch für Beschäftigte hält sie unterschiedliche Herausforderungen bereit, wenn man sich Themen wie Arbeitsbedingungen, Qualifizierung, Transformation im Unternehmen und Mitbestimmung anschaut. Wir wollen im Forum deshalb gemeinsam mit GewerkschafterInnen, BetriebsrätInnen und weiteren ExpertInnen über die Herausforderungen und Potenziale der Energiewende sprechen. Für die sozial-ökologische Transformation brauchen wir organisierte, engagierte und qualifizierte Beschäftigte!

Stillstand am Ende – für eine sozialverträgliche Mobilitätswende

Verkehrspolitik hat seit Jahren vor allem wirtschaftliche Interessen im Blick. Ziel des Forums ist es, die Notwendigkeit politischer Gestaltung zu unterstreichen. Gewerkschaftliche Anforderungen an einen gerechten Strukturwandel gehören ins Zentrum der Debatte um eine sozial-ökologische Transformation. Es geht um den beschäftigungsorientierten Umbau der Automobilindustrie und den Investitionsbedarf in klimagerechte Infrastruktur, ÖPNV und Schienenverkehr. Können Bündnisse helfen, die Mobilitätswende in der öffentlichen Debatte mit mehr Teilhabe, Lebensqualität und guter Arbeit im gesamten Verkehrssektor zu verknüpfen?

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