Deutscher Gewerkschaftsbund

01.11.2019
Save the Date

Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen und privatisierten Sektor verhindern! Was ist zu tun?

Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin, 19. Februar 2020

Berlin: „Erneut gewalttätiger Übergriff auf Mitarbeiter des Bezirksamtes“, Rostock: „Jugendliche treten Busfahrer ins Gesicht“, Augsburg: „Betrunkener beleidigt und schlägt Polizisten mehrfach“, Nordhausen: „17-Jähriger bedroht Erzieherin“ – Schlagzeilen wie diese sind immer öfter in den Medien. Längst sind es keine tragischen Einzelschicksale mehr. Insgesamt betrachtet, entpuppt sich ein massives, gesellschaftliches Problem: Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen und privatisierten Sektor!

Weiterbildungsseminar

Colourbox.de

2018 erreichte die Zahl von Angriffen auf Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte einen neuen Negativrekord. Übergriffe auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahn haben sich in wenigen Jahren fast verdreifacht und auch viele andere Beschäftigte im öffentlichen und privatisierten Sektor fühlen sich im Berufsalltag nicht mehr sicher.

Die Ursachen für diese Übergriffe sind vielfältig: Personalmangel, schlechte Ausstattungen, empfundene Schlechtleistungen wie Zugverspätungen. Dazu kommt ein spürbar raueres Miteinander im öffentlichen Raum. Beschäftigte sind immer häufiger der Frustration und Aggression von Bürgerinnen und Bürgern ausgesetzt und zu oft nicht ausreichend vorbereitet und geschützt. Klar ist: Wir brauchen mehr Respekt und sichere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.

Vor diesem Hintergrund hat der DGB mit seinen Mitgliedsgewerkschaften auf seinem Ordentlichen Bundeskongress im vergangenen Jahr beschlossen, die Problematik in die Öffentlichkeit, die Dienststellen und in die Politik zu tragen. Mitte Februar 2020 startet daher die bundesweite Initiative „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“.

Auf der Veranstaltung präsentieren wir die Initiative und diskutieren mit Betroffenen sowie mit Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Gewerkschaften über das Problem und mögliche Handlungsansätze.

Diskutieren Sie mit und bringen Sie sich ein!

Weitere Informationen zur Veranstaltung:
  • Veranstalter: Deutscher Gewerkschaftsbund

  • Wann: Mittwoch, 19. Februar 2020

  • Veranstaltungsort: Heinrich-Böll-Stiftung Schumannstraße 8, 10117 Berlin

  • Anmeldung: Die Anmeldung wird Mitte Dezember freigeschaltet. Eine separate Einladung erfolgt rechtzeitig. Die Teilnehmerzahl ist auf 140 Personen begrenzt. Anmeldungen werden daher nach der Reihenfolge der Eingänge berücksichtigt.

  • Organisation: Abteilung Öffentlicher Dienst und Beamtenpolitik, Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin

  • Hinweise: Tagungsgebühren werden nicht erhoben. Die Kosten für die Verpflegung während der Veranstaltung trägt der Veranstalter. Reise- und Übernachtungskosten werden nicht übernommen.

Das vorläufige Programm zum Download:


Nach oben

Themenverwandte Beiträge

Artikel
DGB startet 2020 Initiative für mehr Respekt und Sicherheit
Seit mehreren Jahren berichten die Medien regelmäßig über Angriffe auf Beamtinnen und Beamten und Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Was im Einzelnen wie tragische Schicksale anmutet, entpuppt sich in der Gesamtschau als massives, gesellschaftliches Problem – nämlich das einer zunehmend gereizten und übergriffigen Gesellschaft. weiterlesen …
Artikel
Pauschale Beihilfe: Segen oder Fluch?
Eine Änderung des Hamburgischen Beamtengesetzes löste im vergangenen Jahr eine kleine emotionale Welle in der Bundesrepublik aus: Bei den einen war es eine Welle der Erleichterung, bei den anderen eine Schockwelle. Auslöser dieser Reaktionen war die Einführung der pauschalen Beihilfe. Dabei handelt es sich um eine zusätzliche Form der Beihilfe. weiterlesen …
Bildergalerie
Infografiken "Zahlen und Fakten zum öffentlichen Dienst der Bundesländer"
Wie sieht die Personalausstattung in den 16 Bundesländern konkret aus? Die neuen Infografiken "Zahlen und Fakten zum öffentlichen Dienst der Bundesländer" des DGB machen die aktuelle Situation anhand ausgewählter Arbeitsbereiche deutlich. Für jedes Bundesland einzeln. zur Fotostrecke …

Zuletzt besuchte Seiten