Deutscher Gewerkschaftsbund

03.08.2018
Geringer Frauenanteil in den Führungsetagen öffentlicher Unternehmen

"Das ist blanker Hohn"

Verbindliche Regelungen für den öffentlichen Sektor nötig

Elke Hannack, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes

DGB/Simone M. Neumann

Nach einer neuen Studie der Organisation Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR) liegt die Frauenquote in den Führungsetagen öffentlicher Unternehmen weiter unterhalb der 30-Prozent-Marke.

„Der öffentliche Dienst verfehlt hier seine Vorbildfunktion", kritisiert die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hananck. "Es ist nicht zu rechtfertigen, dass auf weniger als 30 Prozent der Aufsichtsratsstühle öffentlicher Unternehmen Frauen sitzen. Vor diesem Hintergrund ist der im Koalitionsvertrag vereinbarte Prüfauftrag für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen blanker Hohn.

Wir brauchen für alle Unternehmen des öffentlichen Sektors verbindliche Regelungen."

 


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