Deutscher Gewerkschaftsbund

10.11.2016
DGB-Index Gute Arbeit

Studie: Digitalisierung sorgt für Stress

Knapp 50 Prozent der Befragten klagen über höhere Belastung

Mehr Arbeit, mehr Multitasking und eine stärkere Überwachung der Arbeitsleistung: Für viele Beschäftigte wirkt sich die Digitalisierung negativ aus. Das zeigt der aktuelle DGB-Index Gute Arbeit.

Verzweifelter Mann am Schriebtisch mit Laptop und Smartphone

DGB/choreograph/123rf.com

Wie steht es um die Arbeitsbedingungen in Deutschland? Und wie wirkt sich die Digitalisierung auf den Alltag der Beschäftigten aus? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der zehnten Repräsentativbefragung des DGB-Index Gute Arbeit. An der Befragung für den diesjährigen Index nahmen bundesweit knapp 10.000 Beschäftigte teil.

DGB-Index Gute Arbeit 2016

DGB-Index Gute Arbeit

Bei 82 Prozent beeinflusst die Digitalisierung die Arbeit - oft höhere Arbeitsbelastung

Die repräsentativen Ergebnisse zeigen, dass bei 82 Prozent aller Beschäftigten die Arbeit durch Digitalisierungsprozesse beeinflusst wird. Bei 60 Prozent aller Befragten trifft dies sogar in hohem oder sehr hohem Maße zu.

DGB-Index Gute Arbeit 2016

Positive Gestaltungsmöglichkeiten bei der eigenen Arbeitszeit? Für viele Beschäftigten leider immer noch Fehlanzeige - das ist ein Ergebnis der diesjährigen Repräsentativbefragung des DGB-Index Gute Arbeit DGB-Index Gute Arbeit

Alle weiteren Grafiken zum diesjährigen DGB-Index Gute Arbeit gibt's hier.

Mehr Überwachung und Leistungskontrolle

Diese Beschäftigtengruppe berichtet im Kontext der Digitalisierung überwiegend über eine höhere Arbeitsbelastung und Arbeitsverdichtung. Auch die Überwachung und Kontrolle der Arbeitsleistung hat für eine Mehrheit der Befragten zugenommen.

Bessere Work-Life-Balance durch Digitalisierung möglich

Von Veränderungen der Work-Life-Balance durch die neuen technischen Entwicklungen berichtet hingegen nur eine Minderheit der Beschäftigten. Hier zeigen sich sogar Potenziale für eine bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Familie durch neue technische Möglichkeiten, insbesondere bei Beschäftigten mit Betreuungsaufgabe für Kinder oder Pflegebedürftige.

Beteiligung und Mitbestimmung der Beschäftigten bei Digitalisierung? Bisher Fehlanzeige!

Ein weiterer Befund: Bei der digitalen Veränderungen ihrer Arbeit werden die Beschäftigten nur unzureichend beteiligt. Drei Viertel der von Digitalisierungsprozessen Betroffenen haben keinen oder nur einen geringen Einfluss auf diese Prozesse an ihrem Arbeitsplatz.


Der komplette Report zum Download:

DGB-Index Gute Arbeit. Der Report 2016 (PDF, 3 MB)

Wie die Beschäftigten die Arbeitsbedingungen in Deutschland beurteilen. Mit dem Themenschwerpunkt: Die Digitalisierung der Arbeitswelt - Eine Zwischenbilanz aus Sicht der Beschäftigten

Link

Institut DGB-Index Gute Arbeit


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