Deutscher Gewerkschaftsbund

10.07.2023

Rente voranbringen: Gutes Leben im Alter!

einblick Juli-August 2023

Nach der Sommerpause muss die Bundesregierung anpacken – unter anderem bei der Rente. Zwar sind zum 1. Juli die Renten gestiegen, allerdings ist eine langfristige Stabilisierung des Rentenniveaus weiterhin überfällig.

Portrait Seniorin in der Natur

DGB/Maria Dubova/123rf.com

Mehr als 30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung gilt endlich der gleiche Rentenwert in West- und Ostdeutschland. Seit Jahrzehnten haben sich DGB und Gewerkschaften für die Angleichung eingesetzt. Ab sofort wird Beschäftigten in Leipzig, Rostock oder Dresden der gleiche Wert für einen erworbenen Rentenpunkt von 37,60 Euro gezahlt, wie den Kolleg*innen in München, Köln oder Emden. Zudem können sich die rund 21 Millionen Rentner*innen über höhere Bezüge freuen. Im Westen steigen die Bezüge um 4,39 und im Osten um 5,86 Prozent. Bei einer monatlichen Rente von 1000 Euro im Westen kommen so rund 44 Euro mehr auf dem Konto an, bei einer gleich hohen Rente mit Ost-Beiträgen sind es etwa 60 Euro mehr.

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Demnach halten 83 Prozent der Befragten das Rentenniveau – also das Verhältnis der Renten zu den Löhnen – für zu gering und fordern höhere Renten. Das sehen auch junge Menschen so: 83 Prozent der 18- bis 29-Jährigen und 85 Prozent der 30- bis 39-Jährigen stimmen dem zu. Noch höher ist die Zustimmung beim Thema Armutsvermeidung: 91 Prozent der Befragten ist es sehr oder äußerst wichtig, dass die Rente Armut vermeiden soll.

83 Prozent der Befragten halten das Rentenniveau – also das Verhältnis der Renten zu den Löhnen – für zu gering und fordern höhere Renten

Grafik zur Rentenhöhe

DGB/einblick

„Der Arbeitsauftrag der Menschen an die Bundesregierung ist glasklar: Bei der bevorstehenden Rentenreform muss sie das Rentenniveau – also das Verhältnis von Löhnen und Renten – dauerhaft stabilisieren und im weiteren Schritt auch wieder anheben“, sagte Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied. Beachtlich: Um das gesetzliche Rentensystem zu stabilisieren und für höhere Renten zu sorgen, würde ein Großteil der Bevölkerung gegebenenfalls lieber höhere Rentenbeiträge zahlen, als noch später in Rente zu gehen. Weiteres Kernergebnis der Umfrage: 81 Prozent der Erwerbstätigen und auch 81 Prozent der Selbstständigen wünschen sich eine allgemeine Rentenversicherung für Erwerbstätige, die auch Selbstständige und Beamte umfasst.

Im Laufe des Juli will die Bundesregierung einen Entwurf zum Rentenpaket II vorlegen. Dies soll die dauerhafte Stabilisierung des Rentenniveaus bei 48 Prozent und das Generationenkapital regeln. Mit dem Generationenkapital will die Bundesregierung einen Kapitalstock aufbauen, dessen Gewinne ab den späten 2030er Jahren die Rente zusätzlich finanzieren sollen. Das bringt nur sehr wenig, sei aber unschädlich, meint der DGB.


< Auf einen Blick >

DGB-Analyse zur Rentenpolitik

DGB-Rentenstudie

FAQ zum Generationenkapital


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