Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 118 - 06.07.2012

Jetzt durch Neueinstellungen gegensteuern

Zu den vom Statistischen Bundesamt vorgelegten Zahlen der Versorgungsempfänger sagte Ingrid Sehrbrock, stellvertretende DGB-Vorsitzende, am Freitag in Berlin:

„Es ist keine Überraschung, dass die Zahl der Pensionärinnen und Pensionäre steigt. Schon seit langem ist bekannt, dass der demographische Wandel auch den öffentlichen Dienst betrifft. Fast 40 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind älter als 50, mit steigender Tendenz. Das Durchschnittsalter der Beschäftigten beträgt schon jetzt rund 45 Jahre und wird sich durch den andauernden Personalabbau noch erhöhen.

Der DGB fordert ein Ende des Personalabbaus im öffentlichen Dienst. Die Zahl der Beschäftigten ist von 1991 bis 2010 um 1,6 Millionen gesunken. Das entspricht knapp 30 Prozent. Am stärksten sind die Kommunen und Länder vom Personalabbau betroffen.

Es müssen dringend Nachwuchskräfte eingestellt werden, vor allem in den Ländern, wo die Pensionierungszahlen am höchsten sind. Bleiben diese Einstellungen aus, steuert Deutschland auf einen dramatischen Personalmangel zu, wie zum Beispiel bei den Lehrern. Nach Berechnungen von Bildungsforschern müssen jährlich rund 36.000 Lehrkräfte eingestellt werden, um den Personalbestand von knapp 800.000 zu halten.

Die Anwerbung von externen Fachkräften alleine wird nicht ausreichen, um den Personalbedarf zu decken. Wir müssen stärker auch das vorhandene Potenzial nutzen und fördern. Dazu gehört auch ein professionelles Gesundheitsmanagement für die älter werdenden Belegschaften.


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