Deutscher Gewerkschaftsbund

13.07.2020
Arbeitsplätze in Gefahr

Solidarität mit den Beschäftigten von General Electric Kassel!

Online-Petition gegen die Schließung des Standorts gestartet

Der US-amerikanische Konzern General Electric will im Zuge einer strategischen Neuausrichtung sein Werk in Kassel schließen. Der DGB unterstützt die Belegschaft beim Kampf um ihre Arbeitsplätze - und fordert Arbeitgeber und Politik auf, ein zukunftsfähiges Konzept für den Standort zu entwickeln.

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© Industrieblick / Fotolia.com

openPetition.de: Petition gegen die Schließung des General Electric Produktionsstandortes Kassel

In einem offenen Brief hat der DGB seine Solidarität mit den Beschäftigten von General Electric Kassel bekundet. Außerdem hat er eine Online-Petition unterschrieben, die sich gegen die Schließung des Standorts Kassel richtet. Für den DGB hat Vorstandsmitglied Stefan Körzell unterzeichnet.


Der Text des offenen Briefs im Wortlaut:

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

mit Unverständnis und Empörung haben wir die Nachricht von der geplanten Schließung des General Electric Werks in der Lilienthalstrasse in Kassel aufgenommen. Der Geschäftsführende DGB-Bundesvorstand solidarisiert sich mit Euch, den Beschäftigten von GE am Standort Kassel. Wir begrüßen und unterstützen Eure Forderungen.

Wir sind gemeinsam mit Euch der Ansicht, dass es möglich sein muss, das Kasseler Werk zu erhalten und möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb die aufgezeigten Wege für eine langfristige Wirtschaftlichkeit des Standorts und die bereits geführten konstruktiven Gespräche nicht genutzt werden, um eine Zukunftsperspektive zu schaffen. Es ist ein Skandal, dass das Management aus Profitinteressen Perspektiven für die Region und Arbeitsplätze zerstören will.

Für den Standort GE in Kassel müssen tragbare, sozial verträgliche und zukunftsfähige Lösungen entwickelt und umgesetzt werden.

Wir fordern das Management auf, Konzepte zur Standortsicherung vorzulegen und die Gespräche mit dem Betriebsrat fortzusetzen.

Wir fordern auch die Landesregierung in Hessen auf, unbürokratische Hilfe zu leisten, um qualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze zu erhalten und innovatives Know How in Nordhessen zu sichern.

Auseinandersetzungen um den Erhalt von Betrieben erfordern eine lange Ausdauer! Hierfür sagen wir Euch unsere solidarische Unterstützung zu. Für den Kampf um den Erhalt Eurer Arbeitsplätze wünschen wir Euch viel Kraft und Erfolg, damit der Konflikt zu einem guten Ende für die Belegschaft gebracht werden kann.

Wir stehen fest an Eurer Seite.

Mit solidarischen Grüßen, Glück auf!

Stefan Körzell, DGB Bundesvorstand



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