Deutscher Gewerkschaftsbund

19.04.2021

Der DGB-Steuerrechner

Zwei Miniaturfiguren Bauarbeiter und mehrere Stapel Münzen

DGB/Hyejin Kang/123rf.com

Wieviel Netto bleibt vom Brutto? Wie hoch sind die Steuern und Abgaben? Was kann eine gerechte Lohnsteuerreform bewirken? Der DGB-Steuerrechner zeigt auf einen Blick, wieviel mehr Netto vom Brutto mit den DGB-Steuervorschlägen für Ihren Haushalt am Jahresende übrig bleiben würde.

Mit dem DGB-Steuerrechner ermitteln Sie annähernd exakt Ihr Nettoeinkommen für das Jahr 2021.

Unser Steuerrechner zeigt auf einen Blick, wieviel mehr Netto vom Brutto mit unseren Steuervorschlägen für Ihren Haushalt am Jahresende übrig bleiben würde.

 

 

DGB-Steuerkonzept:
Gerecht besteuern - Demokratie und Zusammenhalt stärken

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig öffentliche Investitionen in Gesundheit, Bildung und Infrastruktur sind. Um die Ausgaben gerecht zu verteilen, hat der DGB ein Steuerkonzept vorgelegt. Es soll Beschäftigte und Familien stärken sowie SpitzenverdienerInnen und große Vermögen stärker beteiligen.

Familie mit mehreren Generationen lacht in die Kamera

DGB/Mark Bowden/123rf.com

  • Die Situation: Das Steuersystem ist ungerecht

    In Deutschland besteht steuerlich ein großes Ungleichgewicht: Das Steuersystem orientiert sich nicht hinreichend an der finanziellen Leistungsfähigkeit der SteuerzahlerInnen, sondern begünstigt hohe Einkommen, Unternehmensgewinne und große Vermögen. Gerade Menschen, die über viel Geld verfügen, zahlen also im Verhältnis weniger in die öffentlichen Kassen als mittlere und kleine Einkommen.

    Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen, ist dies aus Sicht der Gewerkschaften nicht länger haltbar. Gerade das Steuersystem ist ein wichtiger Baustein für eine gerechtere Gesellschaft.

    Download einblick-Themenschwerpunkt "DGB-Steuerkonzept"

  • DGB-Steuerkonzept: Wer trägt die Kosten der Corona-Pandemie?

    Die Corona-Pandemie hat offengelegt, welche Probleme schon länger bestehen: Es braucht öffentliche Investitionen an allen Ecken und Enden. Unter anderem mehr Personal in den Gesundheitsämtern, Krankenhäusern, der Pflegebranche und dem Bildungswesen, die bessere Ausstattung von Schulen mit digitalen Geräten, die Unterstützung der Wirtschaft mit Hilfsgeldern. Klar ist: Von diesen Investitionen profitieren alle. Wie können sie gerecht aus Steuergeldern finanziert werden? Der DGB hat nun ein steuerpolitisches Gesamtkonzept vorgestellt – mit detaillierten und durchgerechneten Vorschlägen, um die Steuerbeiträge gerechter zu erheben.

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  • Aktuelles Steuersystem: Das geht besser!

    Ziel des im April vorgestellten DGB-Steuerkonzepts ist es, Beschäftigte und Familien zu entlasten und große Vermögen wieder stärker in die Verantwortung zu nehmen. Im Zentrum steht eine Reform der Lohn- und Einkommensteuer, um die SteuerzahlerInnen angemessen und nach ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit zu beteiligen. Nach den Plänen des DGB müssten 95 Prozent der Steuerpflichtigen weniger zahlen und nur SpitzenverdienerInnen mehr. Denn so wird die Einnahmebasis des Staates gestärkt – insgesamt um 60 Milliarden Euro – und die öffentliche Hand gewinnt mehr Handlungsspielraum.

  • DGB-Steuerkonzept: Reform der Lohn- und Einkommensteuer

    ArbeitnehmerInnen sollen von einem höheren Grundfreibetrag profitieren. Der Spitzensteuersatz soll erhöht werden, dafür erst später greifen; die Reichensteuer dafür früher. Zu einem gerechten Steuersystem gehört auch, dass Kapitalerträge – beispielsweise Dividenden – wie Arbeitseinkommen behandelt werden. Die pauschale Abgeltungssteuer von 25 Prozent soll abgeschafft werden und für alle Kapitaleinkünfte der persönliche Steuersatz gelten.

  • DGB-Steuersystem auf einen Blick: Das fordert der DGB

    • Anhebung des Grundfreibetrags auf 12 800 Euro
    • gleichmäßiger Anstieg der Steuerprogression
    • Spitzensteuersatz auf 49 Prozent anheben
    • Reichensteuer greift früher
    • Pendlerpauschale zu Mobilitätsgeld umgestalten
    • Kindergrundsicherung statt Kinderfreibeträge
    • Ehegattensplitting überwinden
    • Rentenbesteuerung vereinfachen und Doppelbesteuerung beenden
    • Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge abschaffen
    • Vermögensteuer wieder erheben
    • Erbschaften und Schenkungen gerecht besteuern
    • Steuervergünstigungen für Unternehmen befristen
    • Körperschaftsteuer auf 25 Prozent anheben
    • Finanztransaktionsteuer unverzüglich einführen
    • Eine bessere personelle Ausstattung der Finanzverwaltung
  • DGB-Steuerkonzept: Spitzeneinkommen und Vermögen einbeziehen

    Für den DGB ist klar: SpitzenverdienerInnen und Vermögende müssen wieder mehr zum Gemeinwesen beitragen, von dem auch sie profitieren. Deswegen soll die Vermögensteuer auf Netto-Vermögen ab einer Million wieder erhoben werden, die seit 25 Jahre ausgesetzt ist. So könnten 28 Milliarden Euro im Jahr mobilisiert werden, weitere sieben Milliarden würde eine Erbschaft- und Schenkungsteuer auf Betriebsvermögen bringen.

    Die Körperschaftsteuer auf Unternehmensgewinne soll mittelfristig auf 25 Prozent angehoben werden. Dies würde acht Milliarden mehr Steuereinnahmen bringen. Auch eine Finanztransaktionsteuer ist überfällig. Wenn sie – wie der DGB vorschlägt – alle Finanzmärkte, -produkte und -akteure umfasst, würden weitere 17 Milliarden Mehreinnahmen erzielt.

  • DGB-Steuerkonzept: Umfassende Vorschläge für gerechte Steuern

    Das DGB-Steuerkonzept umfasst viele weitere Vorschläge – für Kinder und Familien, für mehr Gleichstellung, für RentnerInnen, für Städte und Kommunen und eine effektivere Steuerfahndung. Nun liegt es an den Parteien, entsprechende Vorschläge nach der Bundestagswahl umzusetzen und das Steuersystem endlich gerechter zu machen – im Interesse aller.


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    Die internationale Gewerkschaftsbewegung zeigt sich solidarisch mit den Menschen in der Ukraine und denen in Russland, die sich kritisch zur Politik ihres Präsidenten äußern und gegen den Krieg stellen. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften rufen ihre Mitglieder zu Spenden auf, um den vor Krieg und politischen Repressionen Geflüchteten helfen zu können.
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