Deutscher Gewerkschaftsbund

13.12.2019
Investitionen

Große Mehrheit für Vermögenssteuer und gegen "Schwarze Null"

Eine große Mehrheit der Deutschen ist nach aktuellen Umfragen für die Einführung einer Vermögenssteuer sowie für mehr staatliche Investitionen - auch wenn das die Aufnahme neuer Staatsschulden bedeuten würde. Beides Forderungen, die der DGB schon seit Langem vertritt.

Nahaufnahme verschiedenfarbiger, im Kreis aufgestellter Spielfiguren im Stil der "Mensch ärgere dich nicht"-Figuren

Colourbox.de

Fast drei Viertel für Einführung einer Vermögenssteuer

Der aktuelle Deutschlandtrend der ARD zeigt, dass 72 Prozent der Befragten für die Einführung einer Vermögenssteuer sind. Diese Forderung findet außerdem bei den Anhängerinnen und Anhängern aller im Bundestag vertretenen Parteien eine Mehrheit: Von DIE LINKE und SPD mit 93 Prozent, beziehungsweise 86 Prozent, bis hin zu Anhängerinnen und Anhängern der FDP mit immerhin noch 52 Prozent.

"Superreiche müssen wieder mehr beitragen zum Gemeinwohl, zu unseren Schulen, Schwimmbädern und Straßen", fordert DGB-Vorstand Stefan Körzell. "Wir wollen die Vermögenssteuer." Vermögen über einer Million Euro sollten mit einem Prozent besteuert werden.

Ebenfalls drei Viertel gegen die "Schwarze Null"

Das aktuelle PolitBarometer des ZDF zeigt: 75 Prozent der Befragten unterstützen die Forderung nach mehr staatlichen Investitionen und "damit die Aufnahme neuer Schulden". Auch hier findet sich bei den Anhängerinnen und Anhängern aller Parteien eine deutliche Mehrheit: Von SPD-, DIE LINKE- und Grünen-Anhängerinnen und -Anhängern mit jeweils 85 Prozent bis hin FDP-Anhängerinnen und -Anhängern mit 69 Prozent.

"Deshalb jetzt den Investitionsturbo anschmeißen", so DGB-Vorstand Körzell. "Die schwarze Null gefährdet die Zukunftsfähigkeit des Landes!"


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