Deutscher Gewerkschaftsbund

26.10.2016

Alternativen zu WhatsApp

einblick 16/2016

Viele Messenger stehen für den Umgang mit den Daten in der Kritik – häufig zurecht. Dabei gibt es Alternativen, die wesentlich sensibler mit den Daten der NutzerInnen umgehen. Das Problem: Durch die weite Verbreitung von Whats-App haben es andere Anwendungen schwer. Doch gerade für vertrauliche Nachrichten etwa von Betriebsräten an ArbeitnehmerInnen sollten sichere Kurznachrichtendienste eingesetzt werden. SmartUnion stellt drei Beispiele vor.


Signal: Edward Snowdens Empfehlung

„Der Signal-Dienst wurde so entwickelt, dass wir möglichst wenige Daten sammeln“, sagte der Gründer des Messengerdienstes Signal Moxie Marlinspike der New York Times. Geadelt wurde der Dienst im Jahr 2014, als der Whistleblower Edward Snowden per Twitter mitteilte, Signal täglich für seine Kommunikation zu nutzen. Das hat seinen Grund: Primäres Ziel der Macher ist es, die Privatsphäre der Nutzer zu wahren und möglichst wenig Daten zu sammeln. Selbst Informationen darüber, wer mit wem kommuniziert, werden nicht gespeichert. Auch Inhalte von Nachrichten sind geschützt und können nur von den Gesprächspartnern eingesehen werden.

Signal gibt es als App kostenlos für Android und iOS...


Threema: Sicher und komplett verschlüsselt

Threema gilt als einer der ersten Messengerdienste, der sensibel mit den Daten der NutzerInnen umgeht. Das Schweizer Unternehmen versichert, dass die komplette Kommunikation zwischen den TeilnehmerInnen von Anfang bis Ende verschlüsselt ist. Damit soll es weder für den Betreiber, noch für Dritte die Möglichkeit geben, mitzulesen. Den Dienst, mit der Textnachrichten, Fotos und Videos verschickt werden können, gibt es für Apple und Android. Threema kostet 2,99 Euro. Unsere Meinung: Nicht zu viel für eine sichere und geschützte Kommunikation.

Threema kostet 2,99 Euro und ist für iOS, Android und Windows erhältlich


Hoccer: Testsieger mit Servern in Deutschland

Der von einem Berliner Unternehmen gestartete Messenger Hoccer war 2015 Testsieger der Stiftung Warentest. Für private NutzerInnen ist er kostenlos. Mit Hoccer können Textnachrichten, Fotos, Videos, Sprachnachrichten, Adressbucheinträge, Standortdaten in Einzel- und Gruppenchats versendet werden. Alle Zugangsdaten werden laut Hersteller auf dem Gerät des Benutzers gespeichert. Die App habe weder Einsicht in Dateiformate noch in die Inhalte der Nachrichten. Die Server sollen sich ausschließlich in Deutschland befinden. Damit gilt deutsches Datenschutzrecht.

Hoccer gibt es kostenlos für iOS und Android

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