Deutscher Gewerkschaftsbund

19.09.2011
Europäischer Gewerkschaftsbund

50.000 Menschen auf Demo für Richtungwechsel in Europa

Europäische Gewerkschafter demonstrierten im polnischen Wroclaw/Breslau

Aufruf zur Eurodemo in Wroclaw/Breslau am 17.09.2011


Turbulenzen und Spekulation auf den Finanzmärkten bedrohen die wirtschaftliche und soziale Stabilität der Europäischen Union. Die europäischen Gewerkschaften erwarten von den gewählten Politikerinnen und Politikern jetzt entschlossenes und solidarisches Handeln: Macht Schluss damit, dass Finanzmärkte und Ratingagenturen die Politik bestimmen!

Solidarität ist das Gebot der Stunde. Überfällig sind klare politische Entscheidungen für eine nachhaltige, solidarische Wirtschaftspolitik im Interesse der Bürgerinnen und Bürger Europas. Denn es stehen nicht weniger als die Arbeitsplätze von Millionen von Europäern und der soziale Zusammenhalt auf dem Spiel.

Im Rahmen der polnischen EU-Ratspräsidentschaft und der Tagung des Rates für Wirtschaft und Finanzen am 16./17. September in Wrocław/Breslau ist es nötig, gemeinsam ein klares Signal an die Wirtschafts- und Finanzminister der Mitgliedsstaaten zu senden.

Es ist Zeit für einen Richtungswechsel in Europa! Wir fordern ambitionierte Maßnahmen für ein soziales Europa und für eine faire und gerechte europäische Politik!

Programm

Samstag, 17.09.2011

Start am Olympiastadion

12:00 Aufstellung des Demonstrationszuges

13:30 Start der Demonstration

Marktplatz Rynek
15:00 Reden der Gewerkschaftsführer

Wir wenden uns gegen:

  • das Diktat der Finanzmärkte und der Ratingagenturen unsoziale Sparmaßnahmen mit drastischen Lohnkürzungen und Sozialabbau
  • Eingriffe in nationale Tarifsysteme
  • die Schwächung des sozialen Dialogs in den Mitgliedstaaten
  • Deregulierung von Arbeitsstandards
  • Prekarisierung und Arbeitslosigkeit
  • wachsende Einkommensunterschiede und soziale Spaltung
  • Rentenkürzungen und Eingriffe in die nationalen Rentensysteme

Wir fordern :

  • den Finanzmarkt umfassend zu regulieren, Spekulationen einzudämmen und Eurobonds einzuführen
  • die Kontrolle der Ratingagenturen und die Einführung einer Finanztransaktionssteuer
  • Wahrung der Tarifautonomie
  • leistungsfähige soziale Sicherungssysteme, um sozialen Zusammenhalt und Solidarität zu garantieren
  • gute und sichere Arbeitsplätze – gerade auch für junge Menschen
  • die bessere Nutzung bestehender europäischer Fördermittel für Investitionen
  • eine nachhaltige Industriepolitik

Für europäische Solidarität, für die Stärkung des europäischen Sozialmodells und für ein nachhaltiges Wachstum!

Downloads:


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11.07.2011
Zur Krise in der Eurozone - DGB-Bundesvorstandsbeschluss
Eu­ro­pa neu jus­tie­ren – Wachs­tum för­dern, Be­schäf­ti­gung si­chern, Eu­ro sta­bi­li­sie­ren
DGB/SMN
Die Krise der Eurozone ist eine Folge der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise. Sie beruht auf Politik- und Marktversagen. Doch anstatt die Märkte zu regulieren und für nachhaltigen Beschäftigungsaufbau zu sorgen, hält die europäische Politik an den Rezepten aus der Vorkrisenzeit fest.
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