Starkes Zeichen: Weiteres Frauenhaus in Düsseldorf!

Datum

Ordnungsnummer PM 05

Der DGB-Stadtverband Düsseldorf begrüßt die Einrichtung eines dritten Frauenhauses in Düsseldorf ausdrücklich. Aus Sicht des DGB-Stadtverbands ist dies ein wichtiger Erfolg im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt und ein starkes Signal für den Schutz von Frauen und ihren Kindern.

 

Gerade während der Orange Week 2025 hat der DGB Düsseldorf gemeinsam mit vielen zivilgesellschaftlichen Akteur*innen den politischen Druck aufrechterhalten und das Thema konsequent in die Öffentlichkeit getragen. Mit einer Aktion am Düsseldorfer Hexenstein, gemeinsam mit dem Gleichstellungsbüro der Stadt, Präventionsseminaren für Frauen und klaren Forderungen nach außen wurde deutlich gemacht: Düsseldorf braucht mehr Schutzplätze für von Gewalt betroffene Frauen. 

 

Sigrid Wolf, DGB-Stadtverbandsvorsitzende in Düsseldorf, erfreut das Vorhaben der Stadt, dass nun ein weiteres Frauenhaus geschaffen wird. „Der Druck aus verschiedenen Bereichen der Stadtgesellschaft hat Erfolg erzielt. Für betroffene Frauen bedeutet ein zusätzlicher Schutzort vor allem eines: Sicherheit, Perspektive und die Chance auf einen Neuanfang. Frauenhäuser sind ein unverzichtbarer Bestandteil der sozialen Infrastruktur einer Stadt. Sie bieten Schutz vor Gewalt, Beratung und Unterstützung – oft in einer Situation, in der Frauen mit ihren Kindern kurzfristig ihr Zuhause verlassen müssen.“

 

Der DGB hatte im November klargemacht, dass zwei Frauenhäuser für eine Stadt mit über 600.000 Einwohne-rinnen und Einwohnern zu wenig ist. Allein im Jahr 2024 meldete die Stadt Düsseldorf, dass 336 Anfragen auf einen Platz abgelehnt wurden, weil keine Kapazität vorhanden war. Gerade der Blick auf den feministischen März macht aktuell wieder deutlich, welche strukturelle Ungleichheit Frauen noch immer widerfährt. Der Einsatz für Gleichstellung, gegen Gewalt und für sichere Lebensbedingungen für Frauen gehört seit jeher zum Selbstverständnis von Gewerkschafter*innen. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften setzen sich deshalb nicht nur für gute Arbeitsbedingungen und wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen ein, sondern auch für gesellschaftliche Rahmenbedingungen, die ein gewaltfreies Leben ermöglichen. Sigrid Wolf betont: „Die Einrichtung des dritten Frauenhauses ist daher ein wichtiger Schritt – aber noch nicht das Ende der Arbeit. Der DGB-Stadtverband Düsseldorf wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass ausreichend Schutzplätze geschaffen, Beratungsangebote ausgebaut und Prävention gestärkt werden. Denn klar ist: Jede Frau hat das Recht auf ein Leben frei von Gewalt.“

zurück