DGB-Rentenkommission nimmt Arbeit auf
Pressemitteilung26. Februar 2026
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Wie sichern wir eine starke und gerechte Rente für alle Generationen? Die DGB-Rentenkommission entwickelt ein eigenständiges Konzept für eine verlässliche, gerechte und zukunftsfeste Alterssicherung.
Die Sicherung der Rente ist unsere gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe. Die DGB-Rentenkommission entwickelt ein eigenständiges Konzept für eine verlässliche, gerechte und zukunftsfeste Alterssicherung. In 4 Laboren beraten Gewerkschaften, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zentrale Fragen zu Rentenhöhe, Finanzierung, Renteneintritt und sozialer Absicherung im Alter.
Dieses Labor befasst sich mit dem Versorgungsniveau der gesetzlichen Rente und der Rolle ergänzender Vorsorgeformen wie der betrieblichen Altersversorgung. Diskutiert wird, welches Sicherungsniveau notwendig ist, um den Lebensstandard im Alter zu erhalten und Altersarmut wirksam zu vermeiden.
Im Labor Finanzierung geht es um die langfristige Stabilität und Gerechtigkeit der Rentenfinanzierung. Diskutiert werden das Verhältnis von Beiträgen und Steuern der zu versichernden Personenkreise, Fragen der Generationengerechtigkeit sowie die Verteilung der Finanzierungsverantwortung zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten.
Dieses Labor untersucht die Frage, welche Altersgrenzen und Beitragsjahre für den Renteneintritt angemessen sind. Betrachtet werden unterschiedliche Berufsbiografien, Belastungsprofile und Ausbildungszeiten sowie die Bedingungen für ein gesundes Arbeiten bis zur Regelaltersgrenze.
Im Mittelpunkt dieses Labors stehen Erwerbsminderung, gesundheitliche Einschränkungen und sozial abgesicherte Übergänge aus dem Erwerbsleben. Ziel ist eine Alterssicherung, die unterschiedlichen Lebens- und Erwerbssituationen gerecht wird.
Die DGB-Rentenkommission ist ein unabhängiges Expert*innengremium des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Sie entwickelt – unter Berücksichtigung der DGB Positionen zur Alterssicherungspolitik – ein eigenständiges Gesamtkonzept zur Zukunft der Alterssicherung und bündelt gewerkschaftliche, wissenschaftliche und gesellschaftliche Perspektiven.
Die Rente ist das zentrale Versprechen des Sozialstaats: Wer ein Leben lang arbeitet, muss auch im Alter sicher leben können. Mit unserer Rentenkommission wollen wir einen eigenen, klaren und solidarischen Gegenentwurf vorlegen – jenseits von derzeitigem Stückwerk und kurzfristigen Debatten. Unser Ziel ist eine Alterssicherung, die den Lebensstandard sichert, Armut verhindert und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt.
Um ab morgen die Rente zu retten, müssen wir ab heute für gute und existenzsichernde Einkommen sorgen.
Wenn ich morgen die Rente retten müsste, würde ich das Rentenniveau dauerhaft stabilisieren und die gesetzliche Rente auch für zukünftige Generationen verlässlich sichern wollen. Zudem würde ich die Finanzierung der gesetzlichen Rente auf die Schultern aller Erwerbstätigen verteilen und mit einer reformierten Grundrente Altersarmut wirksam bekämpfen.
Ich würde die Rente wieder fair machen. Das heißt: Die Bürgerversicherung endlich anpacken, damit mehr Menschen solidarisch einzahlen. Als nächstes müssen wir an die Verteilungsfragen ran. Wer zahlt wie viel, wer profitiert wie stark und wie sorgen wir dafür, dass Leistung und Sorgearbeit zählen und Altersarmut spürbar sinkt?
Ich würde dafür sorgen, dass jeder (vor allem auch die Geringverdiener) zur gesetzlichen Rente eine Zusatzrente erhält, am besten über eine Betriebsrente.
Ich würde das Rentensystem solidarischer, gerechter und breiter aufstellen. Altersarmut ist zu häufig weiblich. Auch das möchte ich ändern.
Der erste Schritt wäre, dass wir wieder auf der Grundlage echter Zahlen, Daten und Fakten diskutieren und uns nicht länger mit falschen Narrativen beschäftigen, die dazu dienen sollen Jung und Alt gegeneinander auszuspielen.
Ich würde sofort das Rentenniveau anheben. Das System ist keineswegs kaputt. Aber die Rente rettet man nicht durch Kürzungen oder jeder für sich - sondern durch klare Leistungsziele und mehr Solidarität.
Mein Fokus würde auf der Stärkung der ersten beiden Säulen der Rente liegen. Das Grundrentenniveau muss auf ein Sicherungsniveau von 53 % vor Steuern liegen. So stärken wir die Generationengerechtigkeit ohne Jung und Alt gegeneinander auszuspielen. Zudem muss die Betriebsrente unterstützend für mehr Arbeitgeber und Arbeitnehmer als attraktive zweite Säule ausgebaut werden. Das ist selbstverständlich nur finanzierbar, wenn die Einnahmeseite reformiert wird.
Der erste Schritt in der aktuellen Debatte ist mehr Ehrlichkeit und weniger Skandalisierung! Die Gesetzliche Rentenversicherung ist besser als ihr Ruf. Sie erlaubt als einziges System einen fairen, demokratischen Aushandlungsprozess darüber, welchen Teil des Volkseinkommens die Gesellschaft bereit ist, zur Anerkennung der Lebensleistung der Älteren aufzuwenden.
Mein erster Schritt wäre die Ausweitung der gesetzlichen Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung, in der alle arbeitenden Menschen versichert sind, die aus ihrer Arbeit ein Einkommen erzielen. Denn unsere Alterssicherung baut auf Solidarität sowie Vertrauen auf. Und je mehr Beschäftigte unter einem Dach versichert sind, desto stärker wächst das Vertrauen in die Solidarität des Systems.
Ich würde das Arbeitsrecht so ändern, dass Care-Arbeit, insbesondere für Familien (Kinder oder Pflege), nicht zum Nachteil am Arbeitsmarkt und damit zu Lücken in der eigenständigen Altersvorsorge, insbesondere von Frauen, führt und dazu ein Vereinbarkeits- und Sorgeschutzgesetz verabschieden. Und ich würde arbeitende Menschen durch besseren Arbeitsschutz vor Überlastung schützen, die betriebliche (Wieder-)Eingliederung bei Langzeiterkrankung oder Behinderung für Unternehmen verbindlicher gestalten und die Sozialversicherungsträger noch stärker für Prävention und Rehabilitation in die Verantwortung nehmen. Und ich würde Kindern durch gerechtere Bildungswege bessere Zukunftschancen eröffnen. Finanzieren würde ich durch soziale und solidarische Umverteilung.
Wenn ich morgen die Rente retten müsste… würde ich für mehr mitbestimmte und tariflich entlohnte Arbeit sorgen. Gute Arbeitsbedingungen und Tarifverträge sorgen für stabile Einnahmen der Rentenversicherung und bringen uns gesund in die Rente.
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