2. Runde in den Tarifverhandlungen am BER – ver.di erwartet Angebot vom Arbeitgeber

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Am 9. März 2026 findet die 2. Tarifverhandlungsrunde für die rund 2.000 Beschäftigten am Flughafen Berlin-Brandenburg statt. Die Gewerkschaft ver.di erwartet von der Arbeitgeberseite nun endlich ein konstruktives Angebot zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Forderungen von ver.di

ver.di fordert in den Tarifverhandlungen eine Erhöhung der Vergütung im Volumen von 6 Prozent, mindestens jedoch 250 Euro je Gruppe und Stufe. Die Ausbildungsvergütungen sollen analog erhöht werden, mindestens jedoch um 125 Euro. Die Laufzeit soll 12 Monate betragen. Zudem fordert ver.di einen weiteren bezahlten freien zusätzlichen Tag für ver.di-Mitglieder.

Erste Verhandlungsrunde ohne Angebot

In der ersten Verhandlungsrunde am 10. Februar 2026 hatte die Arbeitgeberseite die Forderungen der ver.di-Tarifkommission als zu hoch zurückgewiesen und kein eigenes Angebot vorgelegt. Sie sieht keinen Bedarf für Reallohnerhöhungen. Darüber hinaus hatte sie den Tarifvertrag zur Ausbildung gekündigt. Sie möchte auch keine tarifliche Regelung zur Übernahme von Auszubildenden und zur Mindestanzahl von Ausbildungsplätzen mehr abschließen. Damit wird eine bereits seit 25 Jahren bestehende und hervorragend wirkende Tarifregelung infrage gestellt.

ver.di fordert Wiederinkraftsetzung des Ausbildungstarifvertrages

ver.di fordert die Wiederinkraftsetzung des Ausbildungstarifvertrages. Bisher habe man von der Arbeitgeberseite nur gehört, was nicht geht und wo sie sogar Beschäftigtenrechte einschränken will, erklärte der ver.di-Verhandlungsführer für den BER, Holger Rößler.

Erwartung konstruktiver Gespräche

Die Gewerkschaft erwarte in der nächsten Verhandlungsrunde endlich konstruktive Gespräche im Sinne der Verbesserungen der Arbeitsbedingungen. Die Kolleg*innen leiden noch immer unter den starken Teuerungen der letzten Jahre. Wenn der Arbeitgeber sich hier nicht bewegt, werden das sehr schwierige Verhandlungen, so Rößler.

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