Einigung erreicht: NGG und Deutsche See vereinbaren neuen Tarifvertrag

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Tarifabschluss nach bundesweiter Streikwelle

Nach komplizierten Verhandlungen und einer bundesweiten Streikwelle haben sich die Gewerkschaft NGG und die Deutsche See Fischmanufaktur auf einen neuen Tarifvertrag verständigt. Für die bundesweit rund 1.800 Beschäftigten bedeutet dieser ein durchschnittliches Entgelt-Plus von 5 Prozent. Gewerkschaftsmitglieder*innen profitieren von einer exklusiven Einmalzahlung.

Anfangs keine Kompromissbereitschaft erkennbar

“Die Verhandlungen waren schwierig, lange war keine Kompromissbereitschaft von Deutsche See erkennbar”, so Björn Bauer, Verhandlungsführer der NGG. Zuletzt bot der Arbeitgeber lediglich einen Inflationsausgleich und die Angleichung der unteren Entgeltgruppen an den Mindestlohn.

Schrittweise Erhöhung der Entgelte

Das Tarifergebnis sieht nun eine schrittweise Erhöhung des Entgelts vor. Rückwirkend zum 1. Februar 2026 steigen Löhne und Gehälter je nach Entgeltgruppe zwischen 2,9 und 8,5 Prozent. Anfang 2027 erfolgt eine 2. Erhöhung um weitere 2,2 bis 5,5 Prozent.

Einmalzahlungen und höhere Ausbildungsvergütung

Alle Tarifbeschäftigten erhalten zudem eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro. Gewerkschaftsmitglieder*innen können sich über eine weitere einmalige Zahlung von 100 Euro freuen. Und auch für die Auszubildenden gibt es gute Nachrichten. Ihre Vergütung wird um insgesamt 125 Euro angehoben. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags beträgt 24 Monate.

Engagement der Beschäftigten entscheidend

“Wir sind mit einer mutigen Forderung in die Verhandlungen gegangen. Mit dem erzielten Abschluss können wir gut leben, auch wenn wir uns natürlich noch mehr erhofft hätten”, sagt Verhandlungsführer Bauer. Dass überhaupt ein Tarifabschluss erzielt werden konnte, der die unteren Entgeltgruppen über dem Mindestlohn absichert, sei vor allem auch den engagierten Beschäftigten zu verdanken. “Gemeinsam haben die Kolleg*innen für dieses Ergebnis gekämpft. An vielen der bundesweit 19 Standorte stand Anfang des Jahres die Produktion still. Das hat ordentlich Druck ausgeübt.”

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