Erfolgreiche Verhandlungen trotz schwieriger Rahmenbedingungen
In 3 intensiven Verhandlungsrunden hat sich die EVG in der vergangenen Woche mit der BAHN-BKK auf einen Tarifabschluss geeinigt. Die Tarifrunde fand unter schwierigen Rahmenbedingungen statt, da gesetzliche Krankenkassen derzeit aufgrund gesundheitspolitischer Diskussionen und möglicher struktureller Veränderungen unter Druck stehen. Dennoch konnten klare Verbesserungen für die Beschäftigten erreicht werden.
Deutliche Gehaltserhöhungen in 2 Schritten
Die Monatstabellenentgelte werden in 2 Schritten um insgesamt 5,5 Prozent erhöht. Zum 1. Mai 2026 erhalten die Beschäftigten zunächst 3 Prozent mehr Gehalt, zum 1. Februar 2027 folgen weitere 2,5 Prozent.
Bessere Bedingungen für Auszubildende
Auszubildende profitieren gleich doppelt vom neuen Tarifvertrag. Ihre Vergütung steigt um 100 Euro. Zudem wird die Ausbildungszeit künftig als Betriebszugehörigkeit anerkannt, was sich positiv auf verschiedene betriebliche Leistungen auswirkt.
Urlaubsgeld steigt auf 800 Euro
Das Urlaubsgeld wird von 527 Euro auf 800 Euro erhöht. Eine wichtige Neuerung ist die Auszahlung im Juni. Damit wird das Urlaubsgeld von der Jahressonderzahlung entkoppelt und steht den Beschäftigten genau zur Urlaubszeit zur Verfügung.
Mehr Flexibilität bei Pflege und Kinderbetreuung
Die EVG hat verbesserte Regelungen für Pflege und Kinderbetreuung durchgesetzt. Beschäftigte können künftig unbezahlte Pflegefreistellung nehmen. Auch ein Sabbatical ohne vorherigen Gleitzeitaufbau wird möglich. Dabei können bis zu 160 Stunden im Minus in Anspruch genommen werden.
Weitere Verbesserungen für die Beschäftigten
Der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen wird fortgeführt und gibt den Beschäftigten weiterhin Sicherheit. Die Freistellung für gewerkschaftliche Tätigkeiten wurde erleichtert. Zudem wurde eine Arbeitsgruppe vereinbart, die das Entgeltgruppenverzeichnis überarbeiten und aktualisieren wird.
Laufzeit und nächste Schritte
Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und gilt bis zum 31. Dezember 2027. Es wurde ein Gremienvorbehalt bis zum 7. April 2026 vereinbart.