Seit Sonntagnacht, 24. August 2025, stehen die Beschäftigten der Oettinger Brauerei in Oettingen, Mönchengladbach, Braunschweig und Walldorf im Ausstand. In Oettingen wird auch heute, 29. August 2025, weiter gestreikt. Die Beschäftigten reagieren damit auf aus ihrer Sicht unzureichende und einseitige Vorschläge der Geschäftsführung in der dritten Tarifverhandlungsrunde.
Mageres Angebot trotz Preissteigerungen
Die angebotene Lohnerhöhung soll bei einer Laufzeit von 12 Monaten lediglich die aktuelle Inflationsrate von 2 Prozent ausgleichen. Gleichzeitig sind Einschnitte bei Pausenregelungen und beim Krankengeldzuschuss geplant. Der Anspruch auf Weihnachtsgeld soll bei Krankheit entfallen.
Verschlechterungen bei Arbeitszeit und Entlastung
Ältere Beschäftigte sollen weniger Entlastungstage erhalten, Erholungstage bei Schichtarbeit sollen wegfallen. Für Mönchengladbach ist zusätzlich vorgesehen, dass die Wochenarbeitszeit um eine Stunde verlängert wird, ohne Ausgleich.
Keine Perspektive für Braunschweig
Für den von der Schließung bedrohten Standort Braunschweig liegt überhaupt kein Angebot vor. Das sorgt für zusätzliche Verunsicherung in der Belegschaft und erhöht den Druck im Tarifkonflikt.
Forderung nach fairen Bedingungen
Die Beschäftigten fordern, dass die Unternehmensleitung auf Kürzungen verzichtet und stattdessen ein faires Lohnplus für alle vorlegt. Aus Sicht der Belegschaften braucht es verlässliche Arbeitsbedingungen und eine angemessene Entgelterhöhung, damit die Arbeit motiviert fortgesetzt werden kann.