In der 5. Verhandlungsrunde konnte die EVG am Mittwoch bei der Regio Infra Nord-Ost GmbH einen Tarifabschluss erzielen. Nach zwei erfolgreichen Warnstreiks wurden neben einem weiteren halben EVG-Wahlmodell und der Wiederinkraftsetzung des Fonds soziale Sicherung weitere Verbesserungen des Haustarifvertrags erreicht.
Deutliche Entgelterhöhungen in 2 Schritten
Die EVG-Mitglieder bei der RIN erhalten insgesamt 4,8 Prozent mehr Geld. Rückwirkend zum 1. Januar 2026 steigen die Entgelte um 2 Prozent. Zum 1. Januar 2027 folgen weitere 1,5 Prozent. Zusätzlich kommt ab 2027 ein weiteres halbes EVG-Wahlmodell hinzu. Dabei können die Beschäftigten zwischen 1,3 Prozent mehr Geld, 3 zusätzlichen Urlaubstagen oder einer Arbeitszeitverkürzung um 0,5 Stunden pro Woche wählen.
Einmalzahlung und Verbesserungen in der Entgeltstruktur
Im Mai 2026 erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 500 Euro. Zum 1. Mai 2026 treten Verbesserungen in der Entgeltstruktur in Kraft, die für zusätzliche Fairness und Transparenz sorgen.
Auszubildende profitieren vom Abschluss
Auch für Auszubildende bringt der Tarifabschluss spürbare Verbesserungen. Ihre Vergütungen werden zum 1. September 2026 um insgesamt 75 Euro erhöht.
Höhere Zulagen für Bereitschaft und Schicht
Rückwirkend zum 1. Januar 2026 werden die Bereitschafts- und Schichtzulagen erhöht. Damit werden die besonderen Belastungen der Beschäftigten besser honoriert.
Fonds soziale Sicherung wieder in Kraft
Ein wichtiger Erfolg ist die Wiederinkraftsetzung des Fonds soziale Sicherung rückwirkend zum 1. Januar 2026. Dieser bietet den Beschäftigten zusätzliche soziale Absicherung in besonderen Lebenslagen.
Gremienvorbehalt bis Anfang April
Der Abschluss steht unter Gremienvorbehalt bis zum 1. April 2026.