ver.di und der Kommunale Arbeitgeberverband Berlin haben sich am 26. März 2026 auf neue Arbeitsbedingungen bei der BVG geeinigt. Die Tarifkommission bestätigte das Ergebnis am heutigen Tag. Ver.di führt nun eine Mitgliederbefragung durch.
Einmalzahlung und flexible Mehrarbeit
Die Beschäftigten erhalten eine Einmalzahlung von 150 Euro für das Jahr 2026. Teilzeitkräfte bekommen die Zahlung anteilig. Mehrarbeit kann künftig wahlweise mit Geld oder mit Freizeit ausgeglichen werden.
Mehr Urlaub und höheres Urlaubsgeld
Der Urlaubsanspruch steigt ab 2027 um einen Tag pro Jahr. Ab 2029 haben die Beschäftigten 3 zusätzliche Urlaubstage. Die zusätzlichen Tage können alternativ finanziell abgegolten werden. Das Urlaubsgeld erhöht sich auf 600 Euro.
Bessere Ruhezeiten und Nachtarbeit
Die Regelungen zum Zusatzurlaub bei Nachtarbeit werden verbessert. Es gilt eine Mindestruhezeit von 11 Stunden. Die Wendezeit soll nachts von 22:00 Uhr bis 6:00 Uhr durchschnittlich 6 Minuten betragen, sofern die Infrastruktur dies zulässt.
Laufzeit und Kündigungsoptionen
Zur Entgeltordnung und zu den Wendezeiten werden Kommissionen eingesetzt. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 48 Monaten. Einzelne Elemente können bereits Ende 2026 gekündigt werden. Dies betrifft insbesondere Arbeitszeit, Entgelt, Zulagen und geteilte Dienste.
Positive Bewertung der Verhandlungsführung
Verhandlungsführer Serat Canyurt erklärt, die Startschwierigkeiten seien dank der Streiks überwunden worden. Die Einigung schaffe mehr Verlässlichkeit und Entlastung durch zusätzliche Urlaubstage. Die Tarifkommission empfiehlt den Mitgliedern die Annahme des Ergebnisses.