Tarifrunde Sana: Bewegung, aber keine Einigung in den Verhandlungen zum Konzerntarifvertrag

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2. Verhandlungsrunde endet ohne Ergebnis

Die 2.  Verhandlungsrunde zum Sana-Konzerntarifvertrag endete in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, dem 6. März 2026, in Berlin ohne Ergebnis. Die Verhandlungen waren nach Angaben von ver.di konstruktiv und sehr intensiv. Letztlich habe sich der Arbeitgeber aber noch nicht ausreichend auf die Forderungen seiner Beschäftigten zubewegt, sagte Sylvia Bühler, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand. Damit gehe die Tarifrunde weiter, und die Beschäftigten werden auch in den kommenden Wochen mit Aktionen und Warnstreiks auf ein gutes Verhandlungsergebnis drängen.

Teilweise Annäherung bei Zuschlägen und Arbeitszeiten

In einigen Punkten gab es eine Annäherung zwischen den Verhandlungspartnern. So zog der Arbeitgeber auf Druck von ver.di die Forderung zurück, die Beschäftigten sollten noch flexibler arbeiten. Stattdessen sollen die Zuschläge für Arbeit zu besonders belastenden Zeiten teilweise erhöht und auf den Samstag ausgeweitet werden. Im Gegenzug will der Arbeitgeber allerdings die Zulagen für Schicht- und Wechselschichtarbeit streichen.

Kritik an geplanter Streichung der Schichtzulagen

Die Zulagen seien eine etablierte Anerkennung für die hohe Belastung, wenn Beschäftigte keinen Nine-to-Five-Job haben, sondern sehr flexibel arbeiten müssen, betonte Bühler. Das sei kräftezehrend und oft mit Einschränkungen im Privatleben verbunden. Eine Streichung der Schicht- und Wechselschichtzulage bei Sana wäre ein fatales Signal und würde die Attraktivität als Arbeitgeber nicht gerade erhöhen.

Forderung nach früheren Entgelterhöhungen und sozialer Komponente

Die Entgelterhöhungen müssten früher als bislang angeboten einsetzen. Auch einen Mindestbetrag, der die unteren Entgeltgruppen besserstellen soll, sehe das letzte Arbeitgeberangebot nicht vor. Eine soziale Komponente sei dringend nötig, so die Gewerkschafterin. Denn diejenigen, die von den Preissteigerungen bei Mieten, Lebensmitteln und gerade aktuell bei Benzin und Energie besonders betroffen sind, brauchen eine deutliche Entgeltsteigerung.

ver.di fordert 8,6 Prozent Entgelterhöhung

ver.di fordert für die rund 8.000 Beschäftigten in den 17 Kliniken, die unter den Sana-Konzerntarifvertrag fallen, eine Entgelterhöhung um 8,6 Prozent, mindestens jedoch 350 Euro monatlich.

Kein Entgegenkommen bei Hebammen und Praxisanleitungen

Ebenfalls kein Entgegenkommen des Arbeitgebers gibt es bei der finanziellen Aufwertung von Hebammen und bei der Höhe der Zulagen für Praxisanleitungen. Die Warnstreiks und Proteste haben am Verhandlungstisch Bewegung gebracht, es gebe aber noch keine Grundlage für eine Einigung, sagte Bühler. Deshalb werden die Beschäftigten in den Sana-Kliniken den Druck weiter hochhalten.

Nächste Verhandlungsrunde am 26. März

Die nächste Verhandlungsrunde wird am 26. März 2026 in Berlin stattfinden.

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