Ganztägiger Ausstand angekündigt
Die Gewerkschaft ver.di hat die Tarifbeschäftigten, Auszubildenden und Studierenden der AOK Nordost sowie des AOK Bundesverbands für Dienstag, den 10. März 2026, zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Von der Arbeitsniederlegung betroffen sind die Regionen Berlin, Brandenburg und Teile von Mecklenburg-Vorpommern.
Forderungen der Gewerkschaft
Hintergrund des Warnstreiks ist die derzeit laufende Entgelttarifrunde. Die Gewerkschaft ver.di fordert für die Beschäftigten eine Erhöhung der Vergütungen um 7,5 Prozent der Grundvergütung, mindestens jedoch 375 Euro. Zusätzlich soll die monatliche Vergütung für Auszubildende und Studierende um 150 Euro steigen. Die geforderte Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 12 Monate.
Arbeitgeberangebot bleibt hinter Erwartungen zurück
In der zweiten Verhandlungsrunde am 17. und 18. Februar 2026 legten die Arbeitgeber ein Angebot vor, das aus Sicht von ver.di deutlich hinter den Erwartungen der Beschäftigten zurückbleibt. Das Angebot sieht keine Entgelterhöhungen im ersten Halbjahr 2026 vor. Ab dem 1. Juli 2026 ist eine Tabellensteigerung von 2 Prozent vorgesehen, weitere 2 Prozent sollen ab dem 1. Juli 2027 folgen. Für Auszubildende sind jeweils 40 Euro mehr eingeplant.
Reallohnverluste sollen ausgeglichen werden
Benjamin Weimar, zuständiger ver.di Gewerkschaftssekretär in Berlin-Brandenburg, erklärt die Beweggründe für den Warnstreik. Die Kolleginnen und Kollegen hätten aus den Zeiten der hohen Preissteigerungen weiterhin erheblichen Nachholbedarf. Das Angebot der Arbeitgeber zementiere die Reallohnverluste der letzten Jahre. Deshalb streiken die Beschäftigten jetzt für ein deutlich besseres Angebot.
Erhebliche Einschränkungen zu erwarten
Mit dem Warnstreik soll der Druck auf die Arbeitgeberseite erhöht werden, in den weiteren Tarifverhandlungen ein verbessertes Angebot vorzulegen. Die Gewerkschaft ver.di rechnet aufgrund des Warnstreiks mit erheblichen Einschränkungen für Versicherte. Die Tarifverhandlungen werden am 17. März 2026 fortgesetzt.