Deutscher Gewerkschaftsbund

05.02.2019
Am 26. Mai ist Europawahl. Wähle ein soziales Europa!

Europäischer Klimaschutz. Jetzt aber gerecht!

Die Weltgemeinschaft hat sich im Pariser Klima-Abkommen 2015 dazu verpflichtet, den globalen Temperaturanstieg auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Die EU hat sich das Ziel gesetzt, ihre Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 40 Prozent und bis zum Jahr 2050 um 80-95 Prozent zu verringern. Um den Klimawandel aufzuhalten, müssen wir schrittweise auf Kohle, Erdöl und Erdgas verzichten. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften unterstützen das Klima-Abkommen von Paris und die europäischen Klimaziele.

Europawahlkampagne 2019. Schriftzug "Europäischer Klimaschutz. Jetzt aber gerecht!"

DGB

Der Übergang in eine CO2-arme Zukunft stellt Volkswirtschaften, Regionen, Branchen, Unternehmen und Beschäftigte vor große Herausforderungen: Arbeitsplätze und wirtschaftlicher Wohlstand können verloren gehen. Gleichzeitig entstehen neue Arbeitsplätze, Berufsbilder wandeln sich.

Die Beschäftigten brauchen langfristige Perspektiven, um sich neu zu orientieren und zu qualifizieren. Denn ohne sie geht es nicht: Nur gut ausgebildete Beschäftigte können den Wandel mitgestalten. Wenn der Strukturwandel gerecht organisiert wird (englisch: „Just Transition“), bietet er Chancen für Wohlstand in Europa.

Über Investitionen z.B. in Wind- und Solaranlagen oder moderne Kraftwerkstechnologien und Infrastruktur lässt sich der notwendige ökologische Umbau vorantreiben. An den Kosten müssen Haushalte, Unternehmen und Stromkunden entsprechend ihrer Möglichkeiten beteiligt werden. Niemand darf übermäßig belastet werden; die Ungleichheit in Europa darf dadurch nicht weiter verstärkt werden. Energie und Mobilität müssen weiterhin bezahlbar und verlässlich vorhanden sein.

Forderungen der Gewerkschaften zur Europawahl:

  • Der Strukturwandel muss gemeinsam von Gewerkschaften, Arbeitgebern und Politik gestaltet und darf nicht dem Markt überlassen werden.
  • Gute Arbeit, Tarifbindung und betriebliche Mitbestimmung müssen erhalten und gestärkt werden. Dies gilt auch für neue Arbeitsplätze und Branchen.
  • EU-Fördergelder sollen die sozialen und wirtschaftlichen Ungleichgewichte in Europa verringern. Dazu müssen sie verbindlich den Klima- und Nachhaltigkeitszielen sowie dem Prinzip der Guten Arbeit folgen.
  • Die europäischen Energie- und Klimaziele zur Reduzierung von Treibhausgasen, für erneuerbare Energien und Energieeffizienz müssen gerecht aufgeteilt und für die einzelnen Mitgliedsstaaten verpflichtend sein
  • Der Emissionshandel ist das zentrale Instrument zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen in Europa. Dabei müssen die Verringerung von Treibhausgasen, die Förderung von Investitionen in innovative Technologien sowie der Erhalt und Ausbau industrieller Wertschöpfung in Europa im Vordergrund stehen.

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Schwerpunkt

Eu­ro­pa­wahl am 26. Mai: EU­RO­PA. JETZT ABER RICH­TIG!
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