Deutscher Gewerkschaftsbund

13.03.2014

Wettbewerb „Gelbe Hand“: Jugendliche setzen Zeichen für Gleichbehandlung und gegen Rechts

Mit der Foto-Aktion „Vielfalt statt braune Einfalt“ haben junge GewerkschafterInnen der IG BCE Hamburg-Harburg den Wettbewerb die „Gelbe Hand“ gewonnen. Der Verein „Mach meinen Kumpel nicht an!“ zeichnete in Erfurt Jugendliche aus, die sich mit Projekten für Gleichbehandlung und gegen Rechtsextremismus in der Arbeitswelt und Gesellschaft einsetzen.

Den ersten Preis von 1000 Euro gewann der Bezirksjugendausschuss der IG BCE Hamburg-Harburg für die Fotoaktion „Vielfalt statt braune Einfalt“. Die Gewerkschaftsjugendlichen sammelten auf öffentlichen Veranstaltungen Fotos der unterschiedlichsten Menschen für ihre Aktion. Entstanden ist ein farbenfrohes und vielfältiges Mosaik. Dabei kamen die jungen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter mit vielen Menschen ins Gespräch. So nutzte der Bezirksjugendausschuss auch den 1. Mai 2013, den Tag der Arbeit, für seine Fotoaktion, um wirksam gegen rechtsextreme Propaganda vorzugehen.

Der zweite Preis (500 Euro) ging für die Dokumentationen ihrer Reisen nach Auschwitz an das Hans-Schwier-Berufskolleg aus Gelsenkirchen und das Max-Born-Berufskolleg aus Recklinghausen. „Gerade jetzt, wenn die Vergangenheit verblasst und das Interesse am rechten Gedankengut wächst, ist es wichtig jungen Menschen zu zeigen, dass die Entfesselung des rechtsextremistischen Gedankenguts zu unfassbaren Folgen führt“, schreibt die Jury in ihrer Begründung. „Die Verarbeitung der eigenen Erfahrungen nach dem Besuch eines Konzentrationslagers in einer Dokumentation“ sei von unschätzbarem Wert heißt es weiter – auch „für alle Schülerinnen und Schüler, die diese Berichte lesen werden.“

Sonderpreise vergeben

Die Jugend- und Auszubildendenvertretung der Currenta AG in Leverkusen erhielt den dritten Preis von 300 Euro für das Projekt „Sog des Rassismus“. Sie entwickelten ein Konzept, „Die Gelbe Hand“ als Markenzeichen des Engagements gegen Rassismus und für Gleichbehandlung für Azubis sichtbar zu präsentieren.

Zudem wurden drei Sonderpreise von jeweils 500 Euro vergeben: Die IG BCE Jugend Hessen/Thüringen wurden für den Film „Spiel (k)eine Rolle“ mit dem Sonderpreis Thüringen ausgezeichnet. Für den Film „Szenenwechsel“ erhielten die SchülerInnen des Staatlichen Berufsschulzentrums Sondershausen den Sonderpreis DGB-Jugend Thüringen. Und die DGB-Jugend Köln bekam für die Aktion „DGB-Jugend am Kölner (CSD) Christopher Street Day 2013“ der Sonderpreis der DGB-Jugend NRW.

Wichtige Impulse gesetzt

Überreicht wurden die Preise am 12. März in der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt. Giovanni Pollice, Vorsitzender des Vereins „Mach‘ meinen Kumpel nicht an“ Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht würdigten das Engagement und die Kreativität der Jugendlichen. Von den Wettbewerbs-Beiträgen gingen „wichtige Impulse gegen Diskriminierung und für Gleichbehandlung“ aus, sagte Klaus Wiesehügel, Präsident der Stiftung „Soziale Gesellschaft - Nachhaltige Entwicklung“ und Schirmherr des Wettbewerbs.

Mehr Infos: Die Gelbe Hand

 


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